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Soviel los! Nach dem Donnerstag mit Max Liebermann am Freitag bei einem Fuji X Workshop. Samstag und Sonntag dann heavy reiten. Zwischendrin eine gewaltiges Gewitter und >12h Ausschlafen. Gut war es!

Tony und ich waren bei einem Workshop. War schön anstrengend, da viele Anfänger da waren. Haben uns in Anfängergeist: im Nicht Wissen geübt, das war gut und siehe da, jede Menge kleine Tips und Tricks im Menü unserer Fujis gefunden. Als es dann endlich raus auf den Victoria Luise Platz ging, hatten wir richtig Lust auf Street, auch wenn das in einer zwölfer Horde etwas peinlich aussah. Also wir sollten den Springbrunnen und vorbeifahrende Radfahrer, aber da gab es doch so viel drum herum, was vielviel spannender war:

Das ist schon wieder so lange her. Welcher Freitag? Letzter? Nun wird die Zeit knapp und ich fahre mal ins Büro zum Meditieren. Vielleicht poste ich heute noch ein zweites Mal oder heb es mir einfach für den Rest der Woche auf. Durch die Pause am Wochenende bleibt wirklich so viel liegen.

Nun auf einen schönen Start!

Ein Sommergeburtsstag, der von Max Liebermann. Sein 170. in seiner Villa am Wannsee. Mein erstes geselllschaftliches Ereignis seit langem. Zwischen Ballhaus und Wannsee konnte man gestern wählen in Berlin.

Bin fit, obwohl ich nur 4,5 h geschlafen habe, diese vielfachen von 90 min scheinen zu funktionieren. Der Himmel ist blau und fast klar heute morgen.

Gestern schien es zu regnen. Aber dann gab es einen Regenbogen, tolle Farben, schönes Licht. Da ich der offizielle Fotograf sein durfte, hatte ich gut zu tun, die vielen Momente fest zu halten.

Ein paar erste Fotos von meinem iPhone hier schon mal vorab:

Die Zeit ist knapp in diesen Tagen. Möchte ins Büro zum Meditieren, gemeinsam mit meinem Freund, statt allein zu Haus. Werde nachher wohl weiter Bilder entwickeln, statt hier zu Schreiben. Na, wer weiss.

Heute schreibe ich mal auf dem iPad. Wollte ich schon so lange und wieder machen. Meine Gewohnheiten sind andere. Mir fallen Veränderungen schwer. Hah. Mir fallen Veränderungen leicht. Ich verändere mich jeden Tag, also weg mit dem Gedanken.

Gestern war Autobahn. Keine Bilder. Mir sind die Sprüche auf den Trucks aufgefallen. Wollte ich auch schon lange machen. Sammeln: "excellence simply delivered" von dhl oder "leistung, die ankommt" von weissnichtmehr oder "qualität, die menschen bewegt" von vw oder "wir versetzen berge" oder oder oder. Logistiker und ihre grossen und kleinen Kunden nutzen die grossen Wände ihrer Trucks für fahrende Selbstwerbung.

Es ist ähnlich wie lustige Vor und Nachnamenkombinationen für Softwaretests. Auch hier möchte ich eine Liste haben. Mit der Zeit fallen einem gute Sprüche, lustige Namen auf. Wenn man nicht weiss, wo man die hinpacken soll, gehen sie verloren.

Es ist ähnlich wie bei Fotos. Auch hier sammle ich. Auch hier sind es Momente, deren Erinnerung ich eigentlich sammle. Die Überraschung, das Lächeln beim ersten Lesen des LKW Spruches, wenn es klick macht und man den Gedankengang des Texters nachvollzogen hat. Die Überraschung, wenn man das Wort zusammen gesetzt hat: Chris P. Bacon. Die Überraschung, wenn man spürt, wie einen das Bild der Augen irgend etwas mehr zeigt, als die blossen Farben und Formen.

Vermiss grade zwei mal kurz hintereinander die Maus. Stolpere darüber, dass meine Hand nicht auf den Bildschirm fassen will. Der wird fettig, bitte nur zeigen, nicht anfassen. Es sind immer nur Kleinigkeiten, die das Kino in uns starten.

Nun wollte ich über das Dienen schreiben. Darüber, was für mich dienen bedeutet. Dienen als Schwester des Helfens. Wenn ich danach frage, ob meine Handlungen der Sache dienen? Ich überlege mir öfter, wie guter Service aussiehen kann, wie man als IT Service Provider Strukturen und Prozesse, Orte und Vereinbarungen schaffen kann, um guten Service leisten zu können? Spreche mit Kollegen, laufe durch die Räume und nehme mir das Konzept des Dienens, des Servierens als Richtschnur.

Wie kann ich meine Leistungen dem Kunden servieren? Wie kann ich guten Service leisten? Wie kann ich der Sache, am Ende dem Grund meiner Existenz, am besten Dienen? Das sind für mich richtungsweisende, erkenntnisleitende Fragen.

Was für eine Überwindung jeden Morgen. Diese Tage. Aufstehen nach 6 ½ h Schlaf. Für andere Luxus, für mich 1 h zu knapp. Aber beim Sport, gleich die ersten Minuten, fühlt es sich wieder gut an. Aufraffen, anfangen. Nicht so, wenn ich ausfallen lasse. Aufgeben.

Heute wars gut!

Gestern Abschlussfest in der Schule vom Kind. Ehrgeizig Völkerball gespielt. Die Lehrerin hat die Eltern gewinnen lassen. Es war knapp. Die Ferien gehen heute los.

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Heute sollte ich übers Dienen schreiben. So hatte ich es mir vorgenommen. Nun fühlt es sich wie nachgeben an. Aber ich schreibe ja.

Mir ist klar geworden, dass unsere mtc, die Firma in der arbeite, keine 11 Jahre als ist. Es gab Wendepunkte: 2010, nach vier Jahren der erste. Die Firma häutete sich, wandelte sich grundlegend. 2014 noch einmal, nach weiteren vier Jahren. Wieder eine Häutung, wieder grundlegender Wandel. Wiedergeburt.

Mit dem Wandel, den ich bei mtc sehen, fühlen, erinnern kann, ging der persönliche Wandel einher. Loslassen. Veränderung. Häutung. Wachstum.

Es macht wirklich Spass, es ist wirklich wunderschön, die heutige mtc zu sehen, mit arbeiten zu dürfen. Und ich hab wirklich Angst, dass alles nur eine Illusion, ein Traum, morgen vorbei ist. Die zwei Seiten der gleichen Medaille! 🥇

Heute meditier ich im mtc Dojo!

 

Weiter schreiben. Fühle mich disconnected. Getrennt? Unterbrochen? Seltsame Distanz zu mir, zu anderen, zu meiner Umwelt. Alles Illusion? Was ist denn wirklich wichtig? Alles, jeder Gedanke zählt. Und dann doch nicht.

Es passieren Dinge, einfach so. Geduldig darauf warten war nie meine Stärke. Keine Abkürzung begegnet mir immer und immer wieder. Anzunehmen, was ist, fällt vielen so schwer. Und mir erst!

Wie kann ich helfen?

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Ich helfe nur, wenn ich ganz da bin, wenn ich nicht werte, wenn ich das mache, was nötig ist, ohne daran zu denken, was ich dafür bekomme, was die Folgen sind. Man tut dann einfach das, was jetzt getan werden muss.

Ich lerne in der Mediation, wie das geht. Die Gedanken anhalten. Das geht. Die Situation genau beobachten, wahrnehmen, alle Details. Einfach staunen, sehen, hören, fühlen.  Und dann nichts tun.

Ich lerne beim Umgang mit Kindern, wie das geht. Die Gedanken anhalten. Ja, das geht. Das Kind genau beobachten, selbst zum Kind werden, sich erinnern. Wir waren alle mal Kinder. Dann einfach staunen, sehen, hören, fühlen. Und dann mitspielen.

Ich lerne beim Umgang mit Pferden, wie das geht. Die Gedanken anhalten. Ja, das geht. Das Pferd wahrnehmen, es hat einen schon lange gesehen. Das Raubtier in mir erkennen. Dem Pferd die Angst nehmen. Klar sein, präsent sein, bei mir sein. Wir sind alle auch Tiere. Dann einfach sehen, hören, fühlen. Und dann aufsteigen und reiten.

Ich helfe nur, wenn ich ganz bei mir bin. Wenn ich den Moment liebe, wenn ich mich interessiere für andere, für mich, das Leben an sich.

Ich helfe doch nur, wenn sich meine Vorstellung von mir selbst auflöst. Will verstehen, dass ich an der Vorstellung von mir und dem was ich jetzt will, was ich brauche, was ich jetzt kann, geben kann, was ich jetzt für den anderen tun kann, nicht festhalten brauche. Das loslassen! Aufgehen im Moment. Verbunden sein. Wieder verbunden sein.

Und wie kann ich Dir helfen?

Heute morgen grau in grau um 5 und leuchtend um 6. Der zeitige Morgen. Die Ruhe, allein mit mir. Die neue Woche startet wechselhaft.

Auf Facebook hatte ich ein paar Fotos des Wochenendes in Brandenburg geladen. Viele Likes, freundliche Kommentare. Mein Mückenstich am Handgelenk erinnert mich.

Die beiden Grundregelbeiträge haben mich geleert. Nun ist nichts mehr da. Weiss nicht, was nun noch zu schreiben wäre. Es ist alles gesagt. Ich wiederhole mich.

Ich vermisse, fühle Sehnsucht, werde traurig. Mein Laptop schlägt mir Smileys 😂 😊 😃 vor. Auch Worte: „Die Rede von mir aus kann ich ja auch nicht mehr zuhören 🙉 und einen plan entwickeln undicht die bisherige Erfahrung und das müde 😴 bin versucht dich anzurufen aber auch nicht“. Autovervollständigen. Lassen wir Maschinen miteinander reden. Was schlägt Dein Telefon vor, was Du sagen könntest?

Mein Kind steht auf. Ich höre es schon! Der Tag startet. Die Woche hat begonnen. Ich weiss nichts. Es gibt keine Abkürzungen. Ich liebe die Angst. Buche nicht ohne Beleg. Nehme mehr ein, als ich ausgebe. Schaue da hin, wo es unangenehm ist. Nach vorn! Und lächle…

Bin versucht, natürlich nicht das zu tun, was ich angekündigt habe. Der Morgen ist ruhig und ich bin nachdenklich. Heute möchte ich gerne ein Tagebuch nur für mich schreiben.

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Ich erkenne Muster in meiner Kommunikation, die Leid erzeugen. Möchte verändern. Weiss nicht wie. Bin ungeduldig. Abgrenzung und Selbstbehauptung oder Verbundenheit und Hingabe. Bin ich soweit?

Genau das bringt mich nun doch zu meinen persönlichen Grundsätzen:

#1 Nicht Wissen
Bin versucht, nachzuschauen. Habe schon Vorträge darüber gehalten. Habe schon Listen geführt. Habe hier sicher schon darüber geschrieben. Wir denken, also sind wir. Unsere Gedanken sind Erinnerungen. Wir haben Erfahrungen gemacht. Wir haben gelebt. Uns wurde beigebracht, wir haben erlebt. Wir meinen, zu wissen. Wir glauben, zu kennen. Wir erkennen wieder, wir vergleichen permanent unsere Wahrnehmungen, mit unseren Erinnerungen, versuchen zu interpretieren, wollen verstehen. Wir brauchen Label, Zuordnungen aus unseren Erinnerungen, sonst fühlen wir uns verloren. Wir verwechseln uns. Wir spiegeln uns. Wir unterscheiden und werten ständig.

Und bauen uns so unser eigenes Gedankengefängnis.

Immer wieder und jeden Moment. Die Tür zum Gefängnis steht offen, doch wir wissen, wir erinnern uns nicht.

Der Beginners Mind, der Anfängergeist ist der Ausweg. Wenn wir anerkennen, dass wir nichts wissen, nicht fix, nichts ewig ist, erst dann können wir wirklich lernen.  Meine erste Grundregel lautet daher: nicht zu wissen!

Wie ein Baby, das laufen lernt. Das braucht Erfahrungen, keine Erinnerungen ans Laufen. Es braucht auch keine Lauflernschulen, keinen Laufkurs, keine Laufuniversität. Es steht ohne zu wissen einfach auf und fällt wieder hin. Sagt dann nicht: Siehst Du, laufen kann ich nicht, es ist bewiesen. Nein, es steht einfach wieder auf, fällt wieder hin und probiert es immer weiter. Es tut das, was nötig ist, um Laufen zu lernen, von ganz allein.

Wenn wir es schaffen würden, dem Leben ab und zu genau so, wie wir Laufen lernten zu begegnen… ohjaaaa, alles, aber auch alles wäre so was von gut! Das es geht, ist bewiesen, noch jeder hat Laufen gelernt, denn es liegt in unserer Natur.

#2 Keine Abkürzungen
Der zweite Grundsatz begleitet mich auch schon sehr lange. Bleibe ich mal im letzten Bild: um Laufen zu lernen, muss man hinfallen. Daran führt kein Weg vorbei. Ich habe bemerkt, dass es mit allem im Leben so ist.

Wenn wir etwas wollen, oder etwas nicht wollen, wenn etwas können wollen, etwas haben wollen, etwas besitzen wollen, etwas beherrschen wollen, egal was es ist, immer wir müssen den notwendigen Weg auch gehen, um diese „Ziele“ zu erreichen.

Jeder, der uns erzählt, es gäbe Abkürzungen zum Reichtum, zu Wissen, zu Können, der verkauft uns einfach nur etwas, der möchte unser Geld oder unsere Lebenszeit.

Unsere ganze Gesellschaft ist auf diesem Prinzip aufgebaut. Das macht es nicht gerade leicht, diese zweite Grundregel anzuerkennen. Aber es gibt einfach keine Abkürzungen im Leben. Wenn Du dies tust, dann wirst du glücklich. Wenn du dies isst, dann nimmst du ab. Wenn du diesen Abschluss machst, bekommst du einen Job. Wenn, dann…

Aber wir können den Folgen unserer Taten nicht entgehen. Diese Worte ergänzen den zweiten Grundsatz. Ich kann es gerade nicht wirklich beschreiben, wie tief gehend dieser zweite Grundsatz mein Leben beeinflusst hat und wie schön es für mich ist, wirklich zu wissen, dass es für niemanden Abkürzungen gibt. Damit habe ich aufhören können, Abkürzungen zu jagen, Abkürzungen zu wollen. Dieser Grundsatz gibt mir eine unglaubliche Zuversicht und Ruhe und auch Kraft. Gut zu wissen, dass es in diesem Universum keine Abkürzungen gibt.

# Liebe Angst
Die letzte meiner Grundsätze fürs Private für heute. Es geht darum, anzunehmen, was ist. Ja, es ist immer alles schon vorhanden, das steht da oben in meinem Blog als Erinnerung an diesen dritten Grundsatz. Liebe auch Deine Angst. Ich wollte nur zwei Worte, und nur deshalb steht dort nur Liebe Angst. Es ist damit eine Aufforderung!

Es geht darum, meiner Angst, meiner Trauer, meiner Scham nicht mehr auszuweichen. Sie nicht mehr weg zu schieben, zu unterdrücken, zu dämpfen, zu ignorieren.

Es geht darum, zu erkennen, dass diese Impulse in uns vorhanden sind, und auch Ausdruck unseres am Lebens seins sind.

Denn nur dann ist Heilung, nur dann ist eine Entwicklung möglich. Erst wenn man sich liebevoll, freundlich und mit aller Aufmerksamkeit auch diesen Seiten öffnet, auch die dunklen Seiten anerkennt, ja sich sogar mit seiner Angst anfreundet, wenn man erkennt, dass man nicht perfekt, ja dass man broken, kaputt, unvollständig, fehlerhaft, flatterhaft, verloren ist, erst dann öffnet sich ein Ausweg, erst dann ist Transformation, wirkliche Entwicklung möglich.

Ich sage auch oft: Wo Widerstand ist, ist Wachstum oder dort, wo wir hinschauen, entwickelt sich, verbessert sich etwas. Das sind einfach nur Ableitungen dieses Grundsatzes. Es geht darum, unserer Angst vorm eigenen Tod, der Angst, alles und jeden zu verlieren, die wir lieben, es geht darum, dass die Angst vor Krankheit, Schmerz und Leid anzunehmen und als das zu begrüßen, was sie sind: ein blosser Ausdruck unseres am Leben seins, ein Zeichen unserer Lebenskraft, unserer Lebensenergie.

Viel zu viele Worte für meine drei einfachen, ehernen Grundsätze fürs Privatleben.