Ein untypischer Montagmorgen

Guten Morgen! Wieder hatte ich zwei Tage Pause. Wieder gibt es viele Bilder von Erlebnissen. Es sind Erinnerungen. Schöne Erinnerungen.

Gestern vom Sonnenuntergang:

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Gestern Morgen von der Tour um den Wachowsee. Eigentlich wollte ich Luftbilder, aber dann habe ich mich aus Versehen komplett im Wald verfahren. 🙂

 

Wie kann ich jetzt hier weiter schreiben?

Habe den Tag, die neue Woche eben schon gestartet. Und jetzt erst konnte ich die letzte Woche wirklich abschliessen: König. Vertrauter, Vollstrecker. Verwechslung. Kampf, Hungergeister. Werte, Handeln. Schmerz, Loslassen. Vertrauen.

Dann gibt noch zwei Listen vom Samstag morgen, die ich hier aufschreiben muss:

Ich beobachte folgende Verkettung von Gefühlen bei einer Abwertung des eigenen oder fremden Verhaltens:

Fehler, Sorge, Furcht, Peinlich, Scham, Angst, Ärger…

und folgende Kette bei der Aufwertung eigenen oder fremden Verhaltens:

Erfolg, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Eifersucht, Gier, Scham, Angst, Ärger…

Dazu fiel mir dann folgende Verkettung als Ausweg ein:

Existenz, Leid, Anerkennen, Distanz, Reflexion, Beobachten, Erkennen, Verändern.

Mehr als Listen geht heute nicht. Meine Zeit fürs Schreiben ist um. Jetzt auf in ein zu gut vorbereitetes Treffen mit meinem Team! Spannung, Vorfreude!

Inselparadies vs Wissenschaften

Eine schwere Entscheidung. Nicht wirklich.

Entweder zum Geburtstag drei meiner ältesten Freunde, also meiner längsten Freunde auf ein Inselparadies in Brandenburg, am See mit Grill und Spiel und Spass.

Oder?

Die lange Nacht der Wissenschaften mit einer Spezialeinladung ins Deutsche Patent- und Markenamt, die sich immer so viel Mühe mit ihren künstlerisch, wissenschaftlichen Exponaten geben.

Es fiel der Kleenen und mir dann doch nicht schwer und wir sind raus auf die Insel und haben es uns den Abend gut gehen lassen. Dank geplanter Rückfahrt, ist mir der schönste Teil verwehrt worden. Nun sitzen wir aber doch etwas übermüdet nach dem Frühstück und ich poste ein paar Bilder hier:

Bin doch wieder hoch geflogen, wie ihr seht. Macht Spass und ich werde immer sicherer. Und eine Attraktion ist trotz aller Verbreitung doch immer noch, wenn man los fliegt und die Anderen mit schauen können über die Brille oder über der Schulter, wie toll das Bild dann doch ist, welches da Live übertragen und aufgezeichnet werden kann.

So ist also durch die Wissenschaften, das Inselparadies noch etwas paradiesischer geworden. Dankeschön! Auch einen tiefen Dank an die drei Freunde und ihre Familien für die Organisation eines solch schönen Ereignisses. Nächstes Jahr wollen wir dann aber doch mal endlich übernachten. Termin steht schon und ist eingetragen!

Landwasser Viaduct

Engadin, 10:30, Tag 1079

Heute Morgen zeitig mit schweren, klaren Gedanken zu meinem Leben aufgewacht. Der Urlaub macht sich langsam bemerkbar.

Gestern am Nachmittag bin ich nach Filisur aufgebrochen. Dort sollte es noch eine tolle Brücke geben, die ich fotografieren wollte. Hier das Ergebnis:

Landwasser Viaduct - 1Landwasser Viaduct - 3Landwasser Viaduct - 10

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Ich hab nur einen Akku leergeflogen, trotz der langen Anreise von über einer Stunde. Wollte nicht riskieren, dass meine Konzentration nachlässt oder ich Experimente mache, deren Folgen ich nicht genau abschätzen kann (wie zB durch die Brückenpfeiler durchfliegen oder den Tunneleingang fotografieren).

Abends wollte ich noch an einem See Aufnahmen machen, aber ein aufmerksamer Bürger informierte mich freundlich über den nahen Heliport, so dass ich davon Abstand nahm. Das Fliegen mit Koptern ist nicht unumstritten, viele „fühlen“ sich bedroht oder beobachtet. Es gibt keine einfachen und guten Erklärungen und Regelungen, dafür ist es einfach doch immer noch zu Neu. Auch ich habe ganz zu Anfang vor anderthalb Jahren ein paar Flüge gemacht, die ich nicht hätte machen dürfen und die ich heute natürlich nicht mehr mache. Es ist schon sehr verführerisch, man überschätzt sich leicht, man kann doch nicht alle Bedingungen solch eines Fluges immer kontrollieren. Aber die Technik hat sich stark verbessert, Verbindungsabbrüche habe ich bisher noch nicht erlebt, aber auch weil ich immer nur noch nach Sicht fliege.

Ok, wir brechen auf in den Tag. Mal schauen, was dieser heute bringt, habe noch nichts Konkretes vor, das ist immer besonders spannend.

Wünsch Euch einen tollen Tag.

Droning statt Skiing

Engadin, 18:57, Tag 1078

Heute ausgeschlafen. Fieber bei der Kleenen ist weg, trotzdem noch ein ruhiger Tag ohne Skifahren. Natürlich. Also konnte ich zwei Ausflüge machen unterbrochen von einem gemeinsamen Mittagessen machen, während die Damen das Hotelzimmer und die nähere Umgebung hüteten.

Früh bin ich an ein Kreisviadukt in Brusio, kurz vor der italienischen Grenze. Wieder einen Pass hinunter, durch herrliche halbverschneite, graugrüne Täler. Hätte hier und da anhalten können für einen kurzen Flug und Foto, aber ich wollte den Viadukt erwischen. Grade als ich ankam, fuhr quitschend ein Zug darüber. Der nächste kam einfach nicht. Ich checkte den Fahrplan, keine Chance, aber egal was ich kombinierte und rechnete, es hätte mindestens ne Stunde gedauert, eh der nächste kam. So lange wollte ich nicht warten, da hätte ich ja das Mittagessen verpasst. Also flog ich zwei Akkus leer und brummte mich wieder die Passstrasse hoch. Der Neue ist im Wald und auf schweizerischen Passstrassen zu Hause.

Kurz vor dem Passgeschlängel hielt ich noch einem Bergsee an. Dem Lago di Poschiavo an dem Örtchen Prese. Hier leerte ich den dritten Akku in einem schönen Flug über den halbzugefrorenen See. Hier vier verschiedene Schnappschüsse vom gleichen Strand.

Am Nachmittag bin ich nochmal los, zum zweiten Viadukt über einen anderen Pass. Damit habe ich alle drei offenen Pässe hier in der Gegend ausführlich befahren. Es handelte sich um das Landwasser Viadukt in Filisur. Die Bilder davon gibt eventuell gleich in Facebook und morgen Früh oder auch Abends hier.

Wünsch Euch nen schönen ruhigen Abend.

 

 

Ostsee von Oben…

Kühlungsborn, 14:10, Tag 958

Heute Nach spät eingeschlafen, spät aufgewacht. Vorher wildeste Träume über absurde Personalveränderungen in der Firma.

Gestern abend bin ich knapp vor Sonnenuntergang noch ans Salzhaff bei Rerik gefahren. Hab einen ruhigen Platz entdeckt und konnte ausgiebig rum fliegen.


Heute morgen auch schon nach dem Sonnenaufgang vor dem Nebel und dann den ganzen Tag mit der Drohne hier in dem kleinen Hohen Niendorf rumgeflogen.

Hohen Niendorf#1

Nun ist es spät geworden und ich bin voll kaputt und schreibe hier nichts mehr.

Wünsch Euch einen guten Abend!

Über den Wolken

Berlin, 9:15, Tag 945

Wild geträumt und alles vergessen. Habe mir – weil man die Apple Watch nicht Nachts tragen kann, weil sie sich da aufladen muss – ein Jawbone UP3 zugelegt. Mit dem kann man unter anderem seinen Schlaf tracken. Und eine Akkuladung hält die ganze Woche.

Hier der Screenshot von letzter Nacht:

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Finde ich grade sehr praktisch, um ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf meine Schlafqualität zu kriegen und meinem Ziel zwischen 7 und 8 Stunden zu schlafen, etwas näher zu kommen.

Dann hab ich’s heute morgen endlich mal geschafft, durch den Sonnenaufgang zu fliegen. Es gibt hier nur drei Bilder, das Video ist noch in der Bearbeitung. Ohmann, das war vielleicht toll. Es hat alles geklappt. Nur ein Akku ist mir von 20 auf 3% innerhalb weniger Sekunden abgebrochen, zum Glück war ich nicht weit weg und bei der Notlandung war keiner der nahen Bäume im Weg.

Über den Wolken 2 Über den Wolken 3

Über den Wolken 1

Bin weit raus gefahren in ein unbewohntes Gebiet, um nicht gestört zu werden und auch um nicht zu stören. So was will ich öfter mal machen, sehr anregend, sehr befreiend und durch die Technik natürlich auch sehr spannend.

So, das wars auch schon! Wünsch Euch einen angenehmen Sonntag!

Träume leben

Istanbul, 5:58, Tag 835

Heute bin ich sehr zeitig aufgestanden. Aufgewacht aus einem wilden Traum. Und hab beschlossen, ich muss bald noch mal in die Beelitzer Heilstätten. Naja, von oben filmen wird immer gehen. Denn, die ziehen grade echt einen Zaun drumherum.

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Nun habe ich schon angefangen, hier überall rum zu lesen und zu schauen und aufzuräumen. Eine Stunde ist so vergangen. So schnell.

Zwei Themen beschäftigen mich grade privat. Also eher das Spielkind in mir.

Einmal die Apple Watch. Endlich ist meine vorgestern angekommen. Die ersten Eindrücke sind sehr sehr positiv. Und die Erwartungen waren hoch. Sie ist unaufälliger und brauchbarer, als gedacht.

Ein paar ihrer Funktionen wirklich beeindruckend: Herzschlag senden! Natürlich. Ohmann, wie toll fühlt sich das an, genau den Takt zu spüren.

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Aber auch, dass die Spracherkennung gut funktioniert oder man damit sogar telefonieren kann, was irgendwie creepy cool ist. Einfach sehrsehr gut gemacht. Es ist ja meine dritte Smartwatch, nach der Moto360 und der Pebble. Ich wage mal zu prognostizieren: diese jetzt bleibt länger als vier Wochen um mein Handgelenk.

Dann, das mit den Drohnen.

Ich hab mir letzten Sommer ’ne DJI Phantom II zugelegt und auch gleich geschrottet. Nach den ersten Flugversuchen wurde ich mutiger und vor den Augen meiner gesamten Familie, bei Grossvaters Geburtstag, crashte ich sie ne Woche später auf einem Balkon eines Hauses in Bitterfeld. Scham und Pein.

Ohh, war das schlimm (Immer wieder danke, Ma, dass du echt geklingelt hast). Verboten müsste das werden, rief der Nachbar, dessen Balkon ich fast getroffen und der mich sicher verklagt hätte. Doch dieser Spass ist mir erspart geblieben. Der eigentliche Balkonbesitzer, ein entspannter Käpt’n eines Ausflugsdampfers, hat sich eher über meine Scham amüsiert, als aufgeregt. Puh!

Doch das konnte mich nicht abhalten.

Reparieren -selbst oder beim Hersteller- war fast so teuer, wie ein Neukauf. Und das bedenke bitte jeder, der auch überlegt, sich einen Quadkopter, eine fliegende Kamera, eine Drohne zuzulegen. Aber für mich ist mit dieser Technologie ein ewiger Traum in Erfüllung gegangen.

Kurz nach der Wende war das erste: Campen. Zelten und alle damit in Verbindung stehenden Technologien, leichte Zelte, leichte Kocher, Iso Matten. Aber das zweite war Fliegen: doch immer wieder schreckte ich davor zurück. Weil ich keinen Hobbykeller hab. Doch mit der DJI Phantom konnte ich endlich auspacken und los fliegen, ohne zu basteln, zu schrauben, zu kleben. Wahnsinn!

Viel Zeit habe ich mir bisher nicht dafür genommen, vielleicht zehn Flugstunden, 30 Akkus hab ich leer geflogen. Aber, aber ich das jetzt kann, ohne mir das vorher selbst zusammen gebaut haben zu müssen, fand ich jede Minute davon grossartig.

Das Fliegen selbst erinnert mich viel an Computerspiele.

Die Hand Auge Koordination, die Abstraktion der Bewegungen der Drohne in der Luft, dreidimensional über diese kleinen Sticks der Fernbedienung muss ich erst erlernen. Wie einst beim Traktor und LKW fahren, sitze ich manchmal Abends da und übe: damals das Schalten und Kuppeln unsynchronisierter Getriebe mit den Bewegungen meiner Füsse. Heute sind es die Bewegungen meiner Finger. Dabei stelle ich mir mit geschlossenen Augen die Auswirkungen auf die Drohne vor, wie sie steigt und fällt, sich dreht und dabei(!) vor zurück und seitwärts fliegen kann.

Das eigentlich irre dabei ist aber, dass ich eine Kamera fliege. So verbindet so ein Quadkopter mein liebstes Hobby mit einer alten Sehnsucht.

Hier in HD und noch etwas wackelig, ungeschnitten, unbearbeitet, so wie es die Drohne aufgenommen hat, während des Fluges:

Verrückt, oder?

In Istanbul traue ich mich das nicht. Zu verantwortungsbewusst, zu alt, bin ich dafür. Wirklich gefährliche Drohnenflüge finden hier schon statt. Die Diskussion beginnt wegen diesem Idioten grade, zumal es hier noch keine Regulierung, kein eigentliches Verbot gibt.

Aber trotzdem träume ich davon, über den Bosphorus zu fliegen, unter der Brücke durch. Über den Grand Bazaar, am Golden Horn. Vielleicht schaff ich das doch noch. Ein paar Werbeagenturen, ein paar Filmcrews kenn ich hier schon. Baustellen kann man dokumentieren, neu eröffnete Shoppingmalls überfliegen. So viele Ideen kommen mir.

Ich denke, es wird eine richtig kleine Industrie um Drohnenkameraflüge entstehen, die heute wegen zu teurem Equipment und nem dafür notwendigen Helikopter für 99,99% der Menschen unerreichbar, unvorstellbar sind.

So, heute ging es darum, dass man seine Träume lebt. Nicht wartet, dass etwas passiert, sondern aktiv daran arbeitet. Zwei meiner Träume erfülle ich mir von Zeit zu Zeit. Genau das macht auch mein Leben aus.

In Dankbarkeit für diese tollen Möglichkeiten, verabschiede ich mich in den Samstag und brutzel uns jetzt Pfannkuchen.

Wünsch Euch einen erfüllten Samstag!