Wechselhaft

Heute morgen grau in grau um 5 und leuchtend um 6. Der zeitige Morgen. Die Ruhe, allein mit mir. Die neue Woche startet wechselhaft.

Auf Facebook hatte ich ein paar Fotos des Wochenendes in Brandenburg geladen. Viele Likes, freundliche Kommentare. Mein Mückenstich am Handgelenk erinnert mich.

Die beiden Grundregelbeiträge haben mich geleert. Nun ist nichts mehr da. Weiss nicht, was nun noch zu schreiben wäre. Es ist alles gesagt. Ich wiederhole mich.

Ich vermisse, fühle Sehnsucht, werde traurig. Mein Laptop schlägt mir Smileys 😂 😊 😃 vor. Auch Worte: „Die Rede von mir aus kann ich ja auch nicht mehr zuhören 🙉 und einen plan entwickeln undicht die bisherige Erfahrung und das müde 😴 bin versucht dich anzurufen aber auch nicht“. Autovervollständigen. Lassen wir Maschinen miteinander reden. Was schlägt Dein Telefon vor, was Du sagen könntest?

Mein Kind steht auf. Ich höre es schon! Der Tag startet. Die Woche hat begonnen. Ich weiss nichts. Es gibt keine Abkürzungen. Ich liebe die Angst. Buche nicht ohne Beleg. Nehme mehr ein, als ich ausgebe. Schaue da hin, wo es unangenehm ist. Nach vorn! Und lächle…

Aufgabe der Woche!

Den einen Tag Pause habe ich gut verkraftet. Wir waren nicht zu Hause. Und dort, wo wir waren, gab es kein Internet. Also nur das E im Telefon, was bedeutet, man bekommt nur die Benachrichtigungen, aber nicht den Inhalt. Habt ihr schon bemerkt, dass man Edge wie Ätsch aussprechen kann?

Wir sind dann durch den Wald gelaufen und gefahren. Auch schön. Bei Regen! Habe hier eine kleine Eiche im Mooskindergarten fotografiert. Niedlich, oder?

IMG_1403 2.jpg

Die neue Woche startet. Eine weitere Ausschreibung, das grosse Projekt auch. Das halbe Büro ist nicht bearbeitbar. Hab am Wochenende die Bautrockner gecheckt. Und etwas gelüftet. Haben die Heizung hoch gedreht. Da es immer wieder regnete, konnten wir die Fenster nicht auflassen. Tropisches Klima!

Samstag Vormittag war ich kurz beim Bergmannstrassenfest. War leer. Gestern Nachmittag auch nochmal. War voll. Geregnet hat da auch. Jedesmal. Schön wars trotzdem. Ist ein schönes Fressfest mit Beiprogramm. Musik sehen und hören. Klimbim sehen und shoppen. Viele Menschen sehen und beobachten. Eine Auswahl an Fressständen hier in der Galerie. Hatte ich schon auf Facebook gepostet.

Muss unbedingt meine Übersprungshandlungen weg von Facebook, Twitter und Spiegel Online kriegen. Schreib das jetzt nochmal selbstanklagend hier auf. Also, hör jetzt mal zu! Immer, wenn es Dich packt und Du Dich langweilst oder die Situation nicht aushälst: Arne, dann sortiere Deine Fotos!

So, damit ist die Aufgabe der Woche auch klar. Dann starte ich mal.

Wie schön die Welt von oben ist!

Technologie fasziniert mich. Vor allem Computer. Mit Taschenrechnern fing es an. Eine lange, lange Zeit starrte ich auf Monitore. Die Bilder, die dort drin entstehen können, sind oft magisch und helfen in der echten Welt. Sie berechneten Rationen für unsere Jungrinder. Sie berauschten mich im Spiel. Sie schaffen Arbeitsplätze. Sie schaffen Arbeitsplätze ab.

Seit ein paar Jahren entdecke ich Computer in Dingen. Computer in Dingen faszinieren mich auch. Wenn diese Computer in kleinen Hubschraubern, genannt Multicopter oder auch Drohne, eingebaut werden, passiert etwas völlig verrücktes:

Auf einmal wandert der Computer von meinem Schreibtisch oder aus meiner Hand hinaus in die Welt. Und der Monitor überträgt Informationen von vielen Sensoren aus dieser Welt auf den Bildschirm in meiner Hand bzw. in meiner Brille.

Ein Computerspiel wird plötzlich Wirklichkeit.  Ein Kilogram echter Materie fliegen durch die Welt. Ich kann sie steuern: beschleunigen, stoppen, rechts rum, links rum, steigen oder fallen lassen. Die zwei kleine Hebel in meiner Hand konnten doch jahrelang nur täuschend real aussehende Pixel auf einem Bildschirm bewegen. Nun bewegt sich die Realität und ich kann dabei auf dem Monitor zuschauen.

Das ist unglaublich. Unglaublich toll. Vor einiger Zeit war ich mit meiner Grossen an einem See in Brandenburg, am Grossen Glubigsee. Ein Sonnenuntergang zog uns ans Ufer. Die DJI Mavic ist so klein, dass ich sie in einer leichten Tasche immer dabei haben kann. Sie fliegt so weit, dass ich sie aus den Augen verliere, bis zu 5km könnte sie weg fliegen und mir trotzdem noch ihr Bild aufs Handy übertragen. Verrückt, oder?

Schaut selbst:

Man fliegt selbst über den See. Sitzt auf dem Copter und fliegt. Die Brille gaukelt einem eine riesige Leinwand in HD vor die Augen. Das sich bewegende Bild nimmt einem den Atem und lässt einen schwindelig zurück. Hinsetzen. Atmen. Grossartig!

Gegen Samstagsblues: Zachariashof

So, jetzt muss ich dran bleiben! Ich fürchte, wenn ich jetzt gleich wieder aufhöre, vergeht ein Monat bis zum nächsten Post.

Das Sommerfest war sehr intensiv und gestern noch sehr präsent, auch jetzt fällt es mir als erstes ein. Bin mindestens einmal an meine Schamgrenze gestossen. Das war spannend. Habe mir erlaubt, einfach zu sagen: „dafür schäme ich mich jetzt.“. Was ich normalerweise nicht tue. Normalerweise versuche ich dann witzig zu sein. Was funktioniert, wenn ich wohlwollende Gesprächspartner habe. Was auf Sommerfesten generell der Fall ist.

Gestern noch grosses Chaos im Office und das müde Orgateam, welches auch noch unser Backoffice aus dem 1. OG ins neu bezogene Vorderhaus ziehen durfte. Die Gelegenheit war günstig. Hatte noch ein wichtiges Treffen mit einem potentiellen Neukunden, 4h während der Caterer die ganzen Reste abholte. Der Schlafmangel führte zu dem interessanten Effekt, dass ich viel offener war. Ein paar Schutzschichten funktionierten nicht.

Der Morgen startete traumreich. Ich bin mitten in einer Verkehrskontrolle durch Terrorexperten aufgewacht. Hatte nur vergessen zu blinken, als ich über einen Bordstein gefahren bin, nur der war eben vor einem Tunnel in einem Stadtzentrum. Ich wurde mittels feinster Technik komplett im Wagen fixiert, Nackenrolle, Seitenprotektor, etc. Unterhielt mich aber gut und war fasziniert von der Prozedur, zeigte echtes Interesse und die Polizisten zeigten mir das ohne unnötige Brutalität gern.

So, drei Abschnitte ohne grosse Mühe, aber so etwas ist für Andere doch einfach nur langweilig, da passiert nichts, es gibt oder erzeugt keine Verbindung, es ist nicht witzig. In der Summe von vielen Posts eines solchen Tagebuches macht das vielleicht wieder Sinn, man liest diese Passagen dann diagonal, sucht das nächste größere Ding. So mache ich es zumindest. Es fühlt sich wirklich sehr banal an, was ich hier grade mache und schreibe. So banal, dass ich alles weg löschen möchte und einfach nichts posten will.

Der zweite Router ist kaputt.

Mein Freund ist endlich noch mal Papa geworden. Gestern! Am Freitag. 23, was für eine schöne Zahl. In New York ist beim Cousin meiner Liebsten das gleiche passiert. Zufälle! Gratulation! Alles, alles Gute für Euch!!!

So, wer bis jetzt durchgehalten hat, der kriegt jetzt noch einen Reisetip. Letzten Sonntag waren wir auf dem Zachariashof in Ihlow  Eine „Hildegard“ und ein Uwe haben sich ihr Paradies eingerichtet. Hier ein paar Eindrücke für Euch.

 

Und ich habe auch noch einen Überflug gewagt und mich in iMovie versucht, einen kurzweiligen Zusammenschnitt zu erzeugen, auch der für Euch. Ein kleines Paradies bei Strausberg. Wenn ihr mal in der Nähe seid und ihr Euch für kleine Dörfer und Gärten interessiert, könnte das was für Euch sein.

Jetzt fühlt sich der Post nicht mehr ganz so belanglos an. Aus der Überschrift Samstagsblues, mache ich jetzt Zachariashof und könnte nun die drei ersten Abschnitte löschen. Mach ich jetzt mal nicht, auch wenn es mir sehr peinlich ist!

Reisebilder

Wieder in Berlin zurück. Nach einer kurzen Nacht. Habe mich gestern noch in einem Park über Nizza verlaufen, weil kurz nach dem Sonnenuntergang 3 der 5 Tore verschlossen wurden und ich zusammen mit Franzosen erst beim dritten Tor richtig lagen. Der Parkwächter hielt uns nur einen Zettel mit seinen Tornamen hin, aber keine Karte. Und die Tornamen waren nicht in Google Maps enthalten. Zack, aufgeschmissen.

Also spät ins Bett und zeitig hoch. Sehr zeitig hoch. Halb 5 schon, um den ersten Flieger nach München zum Kundenmeeting zu kriegen. Nun bin ich grad in Berlin gelandet und fahre nach Hause, schreibe schnell, damit ich gleich Zeit für die Damen hab und kein: mhh, ich würd gern noch bloggen im Hinterkopf rumgeistert.

Deshalb gibt noch mehr Reisebilder.