Schlagwort: drohne

Tagebuch Teil II

Anziehungskraft

Berlin, 8:13, Tag 1098

Heute Nacht wieder schräg geträumt, aber zeitig hoch und normale Wochenroutine durchgezogen. Dann viele Einfälle gehabt, was hier zu schreiben wäre und den Tag schon starten und verstreichen lassen.

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Einer der Einfälle heute Morgen handelte von der allgemeinen Anziehungskraft bestimmter Religionen, Philosophien oder in meinem Falle auch technischer Entwicklungen. Gestern hat Mark Zuckerberg ein Foto aus Barcelona veröffentlicht. Er läuft in einer grossen Halle voller Menschen mit der neuen Gear VR Brille von Samsung vorbei, strahlend. Viele Reaktionen darauf waren eher negativ: creepy, wir sind in der Matrix, Skynet wird gewinnen oder so ähnlich. Seit einigen Tage spiele ich mit dem Gedanken mir eine FPV Brille für meine Drohne, oder gleich eine neue Racing Drohne zu kaufen. Das ist grad der neueste Schrei. Und passt voll zu dieser VR Euphorie die aus Silicon Valley zu uns rüber schwappen wird und grade auch schon schwappt. Der größte Drohnenhersteller der Welt DJI arbeitet hoffentlich schon an einer Gear VR oder Oculus Rift Integration. Ich jedenfalls würde dringend dazu anraten, es zu tun, um dem zweiten keine Chance zu geben, mich zu überholen.

Eine weitere Idee heute morgen: diese Anziehungskraft ist wie eine Sucht, wie meine Süchte. Immer etwas Neues, das Neueste, die Möglichkeiten sehen, die Chancen, sich einfühlen, lernen, neue Möglichkeiten haben, etwas neues erfahren, erleben. Oder auch ein bißchen wie sich zu Verlieben, in das Unbekannte, in die eigene Begeisterung, die eigene Leidenschaft wieder spüren.

Das schräge an VR ist dabei aber, dass ich meine Gedanken, mein Kopfkino schon als ziemlich virtuell, abstrakt empfinde. Und nun meine eh schon virtuellen Gedanken auch noch mit virtuellen Bildern in virtuellen Brillen zu füttern, scheint etwas übertrieben zu sein. FPV macht für mich noch irgendwie Sinn. Bei allem anderen, wie zum Beispiel dem Bild von da oben, komme ich mir ferngesteuert, wie ein Cyborg, unter totaler Kontrolle vor. Obwohl ich gerne auch hier Early Adopter wäre, wie bei so vielen Gadgets zuvor, lasse ich diesen Impuls, diese Anziehungskraft vorüber ziehen.

Wie geht es Euch damit? Wirkt das eher anziehend oder eher abstossend?

 

Tagebuch Teil II

Engadiner Kraftwerke am Lago di Livigno

Schon wieder Berlin, 19:37, Tag 1080

Heute morgen, nach kurzer traumreicher Nacht, sind wir zeitig aufgebrochen und wieder zurück gefahren, kurzentschlossen. Nun sind wir wieder zu Hause und können die letzten drei Tage Urlaub und Ferien in vertrauter Umgebung hier geniessen.

Gestern Nachmittag bin ich noch zum vierten Pass aufgebrochen. Damit habe ich alle offenen Pässe rund um St. Moritz abgeklappert und die jeweiligen Highlights gedrohnt. Bin voll zufrieden, habe etwas Sehnsucht nach dem Ski fahren behalten, aber die tollen Strassen, das tolle Auto und die unfallfreien Aufnahmen der tollen Bauwerke mitten in den Schweizer Alpen haben das mehr als ausgeglichen.

Werde noch Zentaos Rat befolgen und asap eine oder mehrere Gallerien mit den Luftaufnahmen bei 500px einstellen. Flickr ist leider out, obwohl… ach vielleicht lade ich auch dort noch hoch, aus Nostalgie (oje!). Seh grad, dass dort alle meine Instagrams landen, quasi als Backup. Eigentlich gar nicht mal so schlecht. Aber trotz Renovierung zieht es mich wirklich viel mehr ins frische 500px. Is halt so.

Nun aber zu den Bildern. Um dort hin zu gelangen, fährt man durch einen einspurigen ellenlangen teuren Tunnel und an dessen Ausgang ist man fast in Italien. Die Mautstation für den Tunnel ist mitten auf der Staumauer. Am Ende der Staumauer ist das Grenzhäuschen der Italiener. Am Ende des Stausees ein zoll und steuerfreies Einkaufsparadies. Dort habe getankt und kurz sehr neidisch den Kart- und Quadfahrern im Schnee zu geschaut, diese Bilder hab ich aufm iPhone und grad keine Lust hier auch noch zu posten.

Ich fragte die Dame im Mauthäuschen, ob ich hier fliegen dürfe. Sie gab mir die Visitenkarte ihres Chefs (von den Engadiner Kraftwerken), der mir nett am Telefon erklärte, dass er nichts gegen Aufnahmen per Kopter hätte, aber nicht weiss, ob es verboten sei und gerne die Bilder geschickt haben würde. Der Nationalpark würde wohl erst 100m unterhalb der Staumauer beginnen. So fühlte ich mich richtig gut vorbereitet.

Allerdings spielte das Wetter nicht wirklich mit und ich hatte etwas Sorgen, ob die Inspire leichten Schneefall und -4 Grad aushalten würde. Sicherheitshalber flog ich einen Akku genau nur über mir leer. Denke grade, hätte sie einen Aussetzer gehabt, wollte ich sie wohl mit meine Händen oder einer Decke auffangen? Aus 250m freiem Fall. Bah!

Der Akku brauchte ein paar Minuten, eh er sich durch die Entladung auf über 25 Grad aufgewärmt hatte und die Warnmeldung im Display verschwand. Die Voltanzeige blieb die ganze Zeit niedrig gelb/rot, was mich etwas verunsicherte. Es gab einige Windböen, die die Inspire zusätzlich ganz schön durchschüttelte.

Den zweiten Akku leerte ich zur Hälfte an einer anderen Stelle, allerdings nur 30m weg auf der anderen Seite der Mauer. Auch nur kerzengrade nach oben, ein paar Rundumaufnahmen und langsam wieder runter. Dann mit dem Rest und etwas mehr Zutrauen flog ich noch 100m auf den See raus, drehte einmal machte ein paar Aufnahmen und holte ihn zurück. Heidenfroh packte ich mit eiskalten, steifen Fingern den ganzen Krempel wieder zusammen und fuhr durch den Tunnel (echt verrückt!) und einen heftigen Schneesturm durch die Passstrasse wieder zurück ins Hotel.

Was für ein Abschluss! Hier nun die Bilder vom Stausee:

 

 

Und ein paar Eindrücke von Tunnel, Kartfahren und Schneetreiben habe ich Euch jetzt doch noch rausgesucht:

 

Wünsch Euch einen fröhlichen Abend!

Tagebuch Teil II

Tag 1001

Berlin, 7:07

Heute wieder im schönen eigenen Bett traumreich geschlafen und dabei lange, intensive Geschichten geträumt.

Nach Tagen, an denen ich viel meditiere bin ich oft nicht sehr freundlich mit meinem Umfeld: zu sensibel, zu direkt, zu fordernd, zu wertend. Meist nur mit Familie und Bekannten. Mit Unbekannten auf der Strasse, im Laden komme ich weit besser klar, schnell im Kontakt, sehr freundlich, sehr schnell verbunden. Im Draussen gibt es dann kaum Missstimmung.

Eine Theorie ist, dass ich die Strenge, die Ernsthaftigkeit mit der ich meditiere nur auf mein nahes Umfeld übertrage. Ursache ist für beide Phänomene die höhere Achtsamkeit.

Einmal benutze ich diese Taschenlampe zum Aufdecken von Schwächen, von negativem Verhalten, bei den Menschen, die mir etwas bedeuten. Das führt meist zu Unwillen, Ablehnung, Widerstand.

Und dann benutze ich die Taschenlampe der Achtsamkeit für Kontakt mit dem Moment und dem Mensch hinter der Fassade. Dies führt meist sofort zu Lächeln, zu Entspannung, zu einem positiven Gefühl.

Neben dem Lesen von Konstantins Buch bin ich vorgestern und auch gestern noch jeweils eine halbe Stunde mit dem Kopter geflogen. Gestern morgen fast nur über Wasser. Zum ersten Mal, nur über Wasser. Das stresst nochmal zusätzlich. Nach dem zweiten Akku war ich richtig kaputt und hatte Mühe, ihn ordentlich zurück zu holen. Es ist nix passiert. Ich hatte nur Panik, dass ich ihn im See verliere, mich versteuere, die Technik versagt und ich ihn nicht im Wald auflesen kann. Die Panik führt zu Starre und Steifheit. Hab es mit etwas Mühe geschafft, die Panik nicht ausbrechen zu lassen und halbwegs ruhig zu bleiben, zu vertrauen.

Hier ein paar Bilder:

A-Rosa#Golfplätze und Resort#10 A-Rosa#Golfplätze und Resort#11 A-Rosa#Golfplätze und Resort#12 A-Rosa#Golfplätze und Resort#13 A-Rosa#Golfplätze und Resort#14

Und auch ein Youtube (nur in HD 😉 ) habe ich schon hochgeladen, wie immer bei mir ein unbearbeitetes, ungeschnittenes Flugsegment.

Wünsch Euch aus einem dauerverregneten Berlin einen schönen Sonntag!

Tagebuch Teil II

Ostsee von Oben…

Kühlungsborn, 14:10, Tag 958

Heute Nach spät eingeschlafen, spät aufgewacht. Vorher wildeste Träume über absurde Personalveränderungen in der Firma.

Gestern abend bin ich knapp vor Sonnenuntergang noch ans Salzhaff bei Rerik gefahren. Hab einen ruhigen Platz entdeckt und konnte ausgiebig rum fliegen.


Heute morgen auch schon nach dem Sonnenaufgang vor dem Nebel und dann den ganzen Tag mit der Drohne hier in dem kleinen Hohen Niendorf rumgeflogen.

Hohen Niendorf#1

Nun ist es spät geworden und ich bin voll kaputt und schreibe hier nichts mehr.

Wünsch Euch einen guten Abend!

Tagebuch Teil II

Schmeiss und Schiess

Istanbul, 6:44, Tag 825

Heute Nacht habe ich mit Angela Merkel verbracht. Ich sollte einen Konferenztag der Regierung organisieren, das Programm zusammen stellen und die Referenten wussten alle noch nichts von ihrem Glück (Hihi, wie ich bei Christoph!). Die Zeitplanung und die Pausen waren kritisch. 9 – 10:30 dieser, dann 11-12:30 jener und so weiter. Angela sprach das alles mit mir durch, lächelnd, freundlich, vertraulich, so gar nicht Kanzlerinlike. Ich wachte kurz vorm Start zu zeitig auf und blieb noch ne halbe Stunde liegen.

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Die Meditation heute war unruhig und leicht träumerisch. Hatte vorher etwas News und dann Teile aus Vers 47 von Transformation at the Base gelesen, in der es um die Unterschiede der westlichen und buddhistischen psychotherapeutischen Ansätze geht.

Danach hatten mich die News wieder, weil doch tatsächlich nach 3DRobotics, nun auch Lily Robotics eine Drohnenkamera gebaut hat, die ziehmlich genial einfach scheint: Throw and Shoot.

Hier schaut selbst:

Ist sicher erst mal auch tolles Marketing. Ich seh die Dinger schon an Bäumen und Strommasten und Häusern kleben, eben weil es diese Hindernisse in Masse gibt da draussen. Und so lange die Drohnen keine Kollisionsverhinderungsfunktion haben, kann man davon ausgehen, nach jedem Ausflug ’ne neue zu bestellen!

Die kleine einzelne Wolke vorhin, war nur ein Vorbote, ein Kundschafter.

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So, nun schliess ich heute mal schon vorm Frühstück.

Wünsch Euch einen herrlichen Tag!