Über Facebook’s Graph Search und Nischen…

Heute Nacht habe ich mich auf eine Baustelle in ein Hotel geträumt. Eine Szene ist noch da von dem Traum im Morgengrauen, da sagt mir jemand, ich solle doch endlich mal anfangen, an den wahren Problemen zu arbeiten und diese nicht immer nur verschleiern. Alle Probleme liessen sich doch mit der richtigen Einstellung lösen… fast ein Alptraum, sag ich Euch! 😉

Muss meinen Artikel über das Landlordgame endlich vorbereiten, bin durch die extrem hohe Nutzung von Foursquare hier in Istanbul nun unter den Top15 Spieler der Welt.

Dann müsste ich auch noch über Facebooks neue Suche schreiben, die für mich schon angeschaltet ist und die ich nur ganz vorsichtig ausprobiere, sie fühlt sich auch noch sehr Beta an, die Benutzeroberfläche scheint noch nicht vollständig integriert zu sein.

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Mir fallen irgendwie keine Fragen ein. Die Möglichkeiten dieser neuen Art Suche werden sich mir erst langsam erschliessen.

Trotzdem denke ich, dass diese Art der Suche über kurz oder lang auch in Google und den anderen Suchmaschinen zum Standard gehören wird: Google Authorship ist ja ein Versuch von Google, auch an solche Daten heran zu kommen, wie sie Facebook petabyteweise gesammelt hat in den letzten Jahren und sie dann durchsuchbar zu machen. So richtig neu und überraschend ist das alles nicht. Wenn man schon mal eine Anzeige auf Facebook geschaltet hat, kennt man die vielfältigen Möglichkeiten der Personalisierung bereits, das gibt es schon seit ein paar Jahren.

Neu ist es, dass diese Art der Suche nun nicht nur den Werbetreibenden angeboten wird, sondern das solche Funktionen jetzt endlich für alle Benutzer möglich sind.

Facebook Graph Search

Eben beim Kaffee kochen und Duschen habe ich überlegt, was mich an erst Mousehunt, dann Instagram nun am Landlord reizt. Bei Instagram war ich zum Beispiel mal unter den Top 3 Nutzern von Deutschland, beim Landlordgame bin ich nun unter den Top15 der Welt.

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Die Nischen, in denen man wenn auch nur für eine kurze Zeit man so etwas schaffen kann, werden immer zahlreicher. Eine direkte Folge der digitalen Vernetzung von immer mehr Menschen durch das und im Internet.

Nun glaubt ihr mir das vielleicht nicht, dass es so einfach ist, in einer, Eurer Nische bis ganz nach oben zu kommen. Oder ihr denkt, ihr habt gar kein Interesse an solchen Wettbewerben, vergleicht Euch nicht so gerne, ist ja nur ein Spiel und ihr spielt keine Spiele (mehr). Denke ich normalerweise auch, so hochproduktiv scheint das Spielen wirklich nicht zu sein, zumindest hat es nicht diesen Ruf. Aber vor allem bei Instagram ist mir aufgefallen, dass ich da mehr hätte draus machen können. Es kamen ja schon die ersten Jobangebote durch diese Art Popularität, wenn auch nur aus Marketing und Werbung, aber immerhin.

OK, ich flieg ja nachher zurück nach Berlin und mach deshalb hier jetzt mal schnell Schluss!

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Wünsch Euch einen tollen Sonntag…

Aus Trauer wird Leichtigkeit und von Selbstzweifeln bleibt nur der Zweifel…

Istanbul, 7:36, Tag 363

Heute Nacht musste ich umziehen, denn in unser Büro ist der Zeit Online Chefredakteur eingezogen, dessen Rede ich gestern hier gefunden habe. Eigentlich hätten wir einen Raum behalten können, aber es schien wie ein Almosen, oder Asyl. Und als ich anfing, die Technik auszubauen, merke ich, wie recht ihm das war. A. kam, um zu helfen und G. kam rein,  mit einer dicken Lippe, weil er neue Zähne bekommen hatte. Das neue Büro, welches erst in Landgrafroda, dann in einem anderen Dorf sein sollte, hatte mein Cousin eine Wohnung, die aber nicht passt, viel zu gross, viel zu verwinkelt. Ich habe von dieser Wohnung schon einmal geträumt, mit ihren Schrägen und Kunstelementen. Ich soll eine Rede halten, zu irgendeinem Anlass seines jüngsten Sohnes, ich kriege Anweisungen, worüber ich sprechen soll und der Wecker klingelt…

Superschön, wieder hier zu sein! Ich fühle mich aufgeladen, frisch, erleichtert, verwandelt… und freue mich auf die Woche an der Strasse von Konstantinopel. Aber ich vermisse auch meine Kollegen in Berlin, obwohl auch aus der Ferne mit ihnen zu arbeiten, eine schöne Sache ist, man fokussiert mehr, denkt mehr nach, um seine Ziele zu erreichen.

Jetzt habe ich schon meiner Unruhe nachgegeben und viele Mails geschrieben, den neuen Fotostream bei Facebook drüben sortiert. Ist schon eine schöne neue Präsentationsform für meine ganzen Bilder, wobei es mir scheint, als ob sie sich das bei Google+ abgeschaut haben. Wobei sie den Google+ Art der Bilderanordnung aber „verstreamt“ haben, was ich persönlich absolut konsequent und grossartig finde!

Wie man in Zukunft dann mit den Albums, den Ordnern umgeht, ist für mich noch offen. Vielleicht eine zusätzliche Klammer für bestimmte Ereignisse oder aber es macht Sinn, wenn man bestimmte Bilder nicht mit allen teilen möchte. Auf alle Fälle geht durch diese neue, eleganten, superschnellen Streams die Bedeutung von Fotoalben eher zurück.

Mein Portfolio an Fotografien wird einfach auf einer Zeitlinie dargestellt und ich habe die Möglichkeit, bestimmte Fotos besonders zu betonen. Genau das habe ich für letzten beiden Jahre schon mal gemacht, so dass ihr meine persönlichen Favorites in vierfacher Größe anschauen könnt.

Apropos Innovationen: gestern im Flieger habe ich angeregt durch Nicolas Carrs: The Big Switch einen kleinen Artikel geschrieben, den ich vielleicht gleich noch hier poste. Habe grade gesehen, dass das Buch aus 2008 ist, aber seine Thesen sind aktueller denn je und noch lange nicht im Mainstream angekommen. Auf jeder Seite fühle ich mich bestätigt und angeregt und möchte meine Version, meine Sichtweise, meine sehr ähnlichen Gedanken dazu aufschreiben. Durch das Training bin ich eh noch im Superlernmodus.

Und ich wollte Euch noch erzählen, was ich eigentlich beim Feuerritual vorgestern verbrannt habe.

Also erstens habe ich einen halben Zettel verbrannt, auf dem Meine Trauer stand. Auf der anderen Hälfte, die ich aufgehoben habe, hatte ich notiert, was ich statt dessen haben möchte, in was sich Trauer transformieren sollte: Leichtigkeit, stand dort. Bei einem Gespräch vorher, hatte uns ein Dr. der Psychologie erzählt, dass sich Trauer immer in Ärger oder Wut auflöst. Eine Zwangsläufigkeit sehe ich aber darin nicht, ich glaube einfach nicht, dass auf Trauer immer Wut folgen muss.

Dann habe ich einen weiteren halben Zettel verbrannt, auf dem stand: Meine Selbstzweifel und auf der unteren Hälfte habe ich nur Zweifel hingeschrieben. Ich möchte meine Selbstzweifel transformieren und übergehen lassen in gesunden Zweifel. So, wie man immer ein klein wenig an allem zweifeln sollte, genauso möchte ich auch an mir zweifeln können. Aber diese ständigen Überprüfungen meiner Handlungen, diese Selbstbewertung und das immer währende Vergleichen in andauernden Selbstgesprächen, brauche ich irgendwie nicht. Es bindet zu viel Energie auf eine destruktive, herabsetzende Weise, die anders -konstruktiv- genutzt werden könnte, aus denen sich mehr Zuversicht, mehr Mut, mehr Vertrauen ergeben, als an meinen Selbstzweifeln.

Und ich habe noch zwei weitere Zettel verbrannt, aber dazu vielleicht morgen, vielleicht später, aber vielleicht auch gar nicht mehr… aber sagt mal, kennt ihr eigentlich solche oder ähnliche Reinigungsrituale aus religiöser oder anderer spiritueller Richtung?

 

 

Die Einleitung, die ich wohl nicht halten werde…

Ilmenau, 8:34, Tag 255

Fast vergessen, hier zu posten. Ich bin so in dem Vorbereitungsrausch zu meinem Vortrag gleich auf der PATINFO vor 400 Patent Spezialisten, dass ich vor lauter Energie und Aufregung sicher gleich platze.

Kurz und gut geschlafen, geträumt habe ich auch, nur keine Kraft ihn mir zu merken oder aufzuschreiben, zu präsent ist das Thema meines Auftritts nachher.

Jetzt kommt hier ein Text, der schon länger in meinem Laptop schlummert. Und zwar, die Einleitung zu meinem Vortrag die ich nachher sehr wahrscheinlich nicht halten werde, einfach weil ich mich noch nicht traue, diese Metapher wirklich zu benutzen…

bei meinen vorträgen über soziale netze, cloud computing, crowd sourcing werde ich ab und zu gefragt: wie machst du das nur? das ist doch privatkram, für so etwas habe ich auf arbeit keine zeit. aber am interessantesten fand ich die aussage: ich seh einfach nicht, was ich davon habe. ja, ok in xing muss man ja leider mittlerweile mitglied sein, aber facebook nein, das ist privat und twitter, das habe ich gar nicht verstanden, das ist bestimmt nur etwas für die jungen leute…

also rede ich heute nicht über facebook, twitter und die andere sozialen netze, sondern nur über moderne werkzeuge und technologien, über menschen und gemeinschaften und über schönheit und geschwindigkeit.

die drei themen: tools&technologyspeople&communityusability&design wirken heute zusammen und machen es möglich, dass sich 950 mio menschen täglich in einer software einloggen können und wie fürs privatfernsehen, einfach nichts dafür bezahlen müssen.

überlegen sie mal wie lange sie warten müssen, bis sie in ihrem elsa, sap oder lotus notes oderoderoder angemeldet sind? wie lange sie gebraucht haben, eh sie das wirklich beherrscht haben?

warum denken sie, braucht es keine facebook oder twitter schulungen, warum können das so fast alle menschen einfach so benutzen?

warum tun die menschen dort dann dinge, die sie nie vorher tun konnten, weil sie zu umständlich, zu langsam, zu schwer, zu aufwendig, zu teuer waren?

weil heute tools und technologien verfügbar sind, die schön und schnell sind und so von vielen menschen einfach benutzt werden können.

manchen menschen geht es dabei aber wie beim alkohol. sie wissen, dass es den schon eine weile gibt, sie haben ihn auch mal ausprobiert, aber haben sich gegen die nutzung entschieden. es ist aber nicht so, dass sie nicht wissen, was sie davon haben!

ich persönlich weiss das ganz genau, ich verzichte seit über drei jahren auf den geschmack, auf das gemeinschaftsgefühl, auf den leichten schleier, der sich über meine gedanken legt. ganz bewusst habe ich dafür entschieden, die vorteile, die das angebot, die erfindung und die viele mühe, die die herstellung von alkohol – einem tollen rotwein – kostet, nicht in anspruch zu nehmen.

ich grenze mich damit aus, nehme nicht mehr an dieser gemeinsamen aktivitäteil, ich schaffe aber auch identität durch die nichtnutzung. 59 bier und ein wasser für arne… wurde in der moritzbastei mal gerufen, war das 2009?

ähnlich ist es bei sozialen netzen, es gibt sie, wir wissen davon, fast alle haben sie schon mal probiert und manche von ihnen entscheiden sich nun gegen die nutzung.

aber ohne, dass man es selbst ausprobiert, kann man einfach nicht wirklich erfahren, was man davon hat oder haben könnte.

wie beschreibe ich denn meiner tochter, was alkohol ist… wie erkläre ich ihr das am besten: es schmeckt mir einfach, aber du darfst das noch nicht. na klar, dass sie mit vermutlich 14 sofort auch mal probieren will.

da haben sie es es mit sozialen netzen wie facebook eindeutig besser, die darf man schon ab 13 benutzen, und selbst sie könnten – wenn sie wissen wollen, was sie davon haben, es einfach selbst ausprobieren. versuchen, heraus zu finden was die vor- und nachteile sind.

heute kann ich ihnen nur von meinen erfahrungen beim ausprobieren, beim selbst versuchen berichten. ich kann ihnen versuchen zu erklären, was ich davon habe und wie ich mir mit diesem wissen wünsche, wie es morgen sein soll.

beim alkohol zum beispiel, kenne ich viele, die sich wünschen würden, keinen kater zu haben. so wünschen sich manche zum beispiel, dass bei facebook mitmachen können, ohne dafür ein paar private daten von sich ins internet zu stellen.

es gibt dann die anderen menschen, die sagen, nein das gehört doch dazu, wer feiern kann, kann auch arbeiten, stell dich nicht so an, wegen dem bisschen kater da.

findige forscher machen sich daran, heraus zu finden, ob man die wirkung von alkohol auch ohne dessen nebenwirkungen haben kann.

irgendwie scheint es aber so zu sein, dass viele menschen der patent industrie denken, noch nicht alt genug zu sein für soziale netze. denn, nachdem ich das ein paar jahre ausprobiert habe, ist mir aufgefallen, dass ich dort keine patentinformationen finden kann. und habe versucht heraus zu finden, woran das liegt.

nachdem ich gesehen habe, wie die sozialen netze für präsentationen, bier oder bücher alles machen, wie mächtig crwodsourcing sein kann. wie toll diese technologien sind, die dabei helfen können, dass menschen an etwas gemeinsamen arbeiten können. wieviele daten man verarbeiten kann, in welch kurzer zeit, das alles soll nichts für die patent informationen sein?

die gute nachricht ist, noch gibt es kein patentschutzgesetz, in welchem die nutzung von sozialen netzen für unsere arbeit verboten ist (ausser beim DPMA).

wie ich mir die verbindung von sozialen netzwerken im internet und patentinformationen vorstelle, darum geht es in den folgenden folien.

Wünsche allen einen grossartigen Tag!

Mich zerreißt es…

Istanbul, 7:57, Tag 233

Früher hätte ich gesagt, ich habe heute nicht geträumt. Weil ich beim Aufwachen so viel Aufmerksamkeit auf meine Träume lege, einfach weil ich sie hier aufschreiben möchte, kann ich beim Schlafen meinem Denken zu sehen.

Also heute habe ich nicht geträumt, ich errinnere mich nur an eine Vielzahl von kleinen, irgendwie unzusammenhängenden Szenen, dich ich hätte aufschreiben müssen, um sie jetzt noch zu erinnern. Das Kurzzeitgedächtnis hat einen gnadenloser Filter, der schaltet den Zugriff aus, knallhart, auf alles, was ihm unwichtig erscheint…

So viel Entschlusskraft, so viel Fokus grade, mich zerreisst es förmlich! Aber alles und alle sind zu langsam, zu schwerfällig, zu schwierig, zu kompliziert. Aber vor allem ich selbst bin viel zu… begrenzt, beschränkt, behindert.

Ich lese in Facebook am Morgen etwas rum und sehe mir kurz Gronkh’s neueste Werke an und erstarre vor Ehrfurcht, der Typ spielt vier Games gleichzeitig: Diablo 3, Risen 2, Edna Bricht Aus und Minecraft. Nimmt alles auf, uppt (also lädt) jeden neue Folgen auf youtube und seinen Blog, kommentiert die auch noch superfrech und schlagfertig, ob er nun grade nach New York fliegt oder umzieht oder auf Preisverleihungen rumhängt! So krass!

Stolpere weiter über Sherilynn Macale, die mal eben per Google Hangout ein Interview mit Richard Branson gehostet hat und mir ausserdem noch die Augen öffnet, warum Instagram Bilder auf Facebook so wenig Interaktion kriegen: weil sie in ganz  modern unter Ausnutzung der neuen Facebook Open Graph Features in zwei Posts gesplittet werden: einmal die Anwendungs Aktivität und einmal ein Foto im Instagram Album.

Path im Gegensatz dazu, erzeugt nur ein Foto! Da muss man erst mal drauf kommen und 157k Follower haben, um zu sehen, welche Auswirkungen das hat.

Solche eigentlich einfachen Foto Sharing Anwendungen, bekommen in der Interaktion mit den grossen sozialen Netzwerken und über die Zeit eine Komplexität, und eine Abhängigkeit von einander, die mich einfach nur furchtbar erschreckt!

Fühle mich sofort als absoluter Laie, als blutjunger Anfänger, als überhaupt Nichts-Wissender. Und es gibt keine Abkürzung, keinen Zauberspruch, um irgend welche Dinge erledigt zu kriegen, man muss es einfach nur tun, und es immer wieder aufs Neue probieren…

Da fallen mir Glück zwei Tweet ein, die ich letztens gefavt habe:

Und mit einem Bild vom Sonnenaufgang voller kreischender Möwen…

…verabschiede ich mich angespannt lächelnd in den Mittwoch.

PS: morgen schau ich mir wieder nur Twitter an! Facebook ist mir zu heftig… 😉

Warum pinterest.com so toll ist…

Berlin, 6:19, Tag 116

Heute von einem Hotel geträumt, zusammen mit A., den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. In einer Szene kommen ca. 30 Jugendliche in das Zimmer und verteilen sich, laufen rum, schauen alles an und ich habe Sorge um meine Sachen und überlege, was alles draussen liegt und einfach mitgenommen werden könnte. Ich rufe die Rezeption an und versuche mich zu beschweren, aber von dort kommt nur professionelles Zuhören und Verständnis und ich bräuchte doch Hilfe. Ich wache weit vor dem Wecker auf und geniesse noch eine ruhige Stunde…

Gestern habe ich so viel geschrieben, fast drei Themen zusammen, habe das Gefühl in einem Post immer nur ein Thema schreiben zu sollen oder eben Tagebuch… aber Themen, die mich beschäftigen und Tagebuch zu trennen, geht auch nicht.

Deshalb heute noch eine Vertiefung zu pinterest.com. Ich habe die Screenhots hier in einer Flicker Slideshow hochgeladen. Und auch noch einige andere interessante neue Anwendungen. Mich begeistert, diese neue Art von Anwendungen im Netz sehr. Wir arbeiten gerade an der Spezifikation unseres Socialize the Patent World Projektes. Und dort sind genau diese Fragen zu stellen, die pinterest & co bereits beantwortet haben. Pinterest ist deshalb interessant, weil sie viele Elemente, die das curating, sharing und collecting von Inhalten betreffen, sehr elegant gelöst haben.

Zum Beispiel, das Suche und Finden von interessanten anderen Menschen und Themen zum Folgen, so ähnlich könnte man auch Technischen Feldern oder Wettberbern, Erfindern folgen können, wenn man sich statt gefundenen Bildern im Web, eben gefundene Patentdokumente in EspacenNet vorstellt.

Oder auch das Erzeugen von Listen, ist wunderbar einfach und elegant, ganz klar, einfach und verständlich gemacht. Das kann jeder und ich habe keine Sekunde das Gefühl, das ich früher immer beim Erzeugen von Ordnern oder Kategorien im Mailprogramm oder auch auf der Festplatte hatte. Sie geben Beispiele, erzeugen schon mal leere Ordner=Pinboards, zeigen daneben die von anderen zu ähnlichen Themen gefüllte Pinboards.

Solches sehr durchdachte Design, konzeptionell klar und handwerklich brilliant umgesetzt, legt die Latte für alle anderen Webseiten, die neu entstehen gerade sehr hoch. Ich glaube fest, dass Menschen heute keine umständliche Bedienung von Software/Programmen oder Datenbanken lernen sollten … aber wenn sie einmal gelernt haben, mit den heutigen komplexen Systemen umzugehen und dann merken, dass sie damit gegenüber anderen einen Vorteil haben, der im Falle von Patentrechercheuren sogar zum Lebensunterhalt reichen kann, dann halten sie manchmal sehr daran fest und verteidigen die komplexe Art der Erschliessung von Inhalten mit Händen und Füssen. Sie begründen (und jammern dabei eigentlich), warum das immer so bleiben muss, warum es niemals einfacher gehen wird, warum das eigentlich noch niemand geschafft hat, dieses ach so schwierige Thema endlich mal vernünftig zu lösen. Dies gilt es zu überwinden!

Ein letztes, auf das ich noch hinweisen möchte… auch Pinterest hat von Beginn an, das frictionless sharing integriert.

Ich habe gestern eine neues Bild der Nasa von der Erde gefunden und über das pinterest bookmarklet an meine virtuelle Pinwand geklebt. Also das gemacht, was der Sinn dieser Plattform ist, mir quasi ein Lesezeichen angelegt, ein Eselsohr in die Seite der Nase mit dem Bild gemacht.

Das Ergebnis ist ein Bild an meiner Pinwand, das andere „Repin“nen oder kommentieren könnten.

Und in meinem Activitystream wird für mich und andere diese Aktion eingetragen, hier im folgenden Bild zu sehen, sind dort alle Aktionen, die ich gestern Abend auf der Plattform ausgeführt habe.

Das spannende ist, dass diese Aktionen auch nach Facebook übertragen werden, dort gibt es in meiner Timeline ebenfalls eine kleine Box mit meinen aggregierten Aktivitäten auf pinterest:

Und Henry hat dann gestern Abend noch auf Facebook meine Aktion gesehen und kommentiert.

Die Einbindung von Facebook erfolgt übrigens über die Open Graph API, die es ermöglicht durch Aufrufe von URL’s diese Art von Integration einer Anwendung in Facebook zu erreichen. Ich hatte das hier sogar schon mal kurz angedeutet…

So, nun schnell einen Kaffee und dann zum Rotary Sunrise Meeting! Wünsche allen einen grossartigen Freitag…

 

We create a likable world…

Berlin, 8:04, Tag 105

Es schneit in Berlin.

Und heute habe von zwei Laser Druckern in Kellern geträumt, der eine hatte kein Papier mehr. Und der andere Drucker schickte ihm selbständig welches. Das Papier wickelte sich um das Kabel und drehte sich so, dass es immer am Kabel entlang den Weg zum anderen Drucker nahm… das war vielleicht schräg! Und ich wachte eine Stunde vor dem Wecker kurz auf. In der dann folgenden Sequenz träumte ich von 10 Playstations, die durch den Zoll gebracht werden. Der Zöllner fragt: Na, was wollen sie denn mit dem Supercomputer? Und dann war Krieg, komische Leute mit Vorderladern, nur eine Salve musste man überstehen. Ich versuchte D.R., den Kommandanten, zu überzeugen sich taktisch etwas vorzubereiten. Aber zum Glück klingelte der Wecker, bevor die Büchsen fertig geladen waren…

Heute angeregt von einem Fundstück aus meiner Facebook Timeline:  „The Facebook Eye“ mache ich mir Gedanken über die Veränderung unserer Wahrnehmung und unseres Bewusstseins durch Technologie.

Vor 100 Jahren durch Fotografie und heute durch die soziale Netzwerke. Viele nehmen Dinge in der realen Welt nur durch eine Brille wahr: wie und wann poste ich das auf Facebook? So, wie ein Fotograf seine Welt nur noch in Motiven für seine Fotos einteilt. Wir erzeugen uns heute eine „likable world“:

Simply, I have been trained to see the world in terms of what I can post to the Internet. I’ve learned to live and present a life that is „likeable.“

Der Autor des Essays hat die Brücke zur Fotografie geschlagen: wie ich auch schon von Trey Ratcliff hier gesprochen habe, der zB sagt, dass ein Schwarz Weiss Fotograf eher Formen, Linien und Schatten sieht, während jemand der in Farbe fotografiert, eher Licht, Sättigung und Farbverläufe in seiner Umwelt erkennt.

Ebenfalls wird erwähnt, dass sich durch die Eisenbahn unser Empfinden für Geschwindigkeit massiv verändert hat… dabei erinnere ich mich daran, gelesen zu haben, dass viele Menschen grosse Angst vor Gehirnkrankheiten oder Lungenentzündungen hatten, wenn sie sich schneller als 70km/h bewegten (der Vmax eines Pferdes).

So, wie viele heute Angst haben, dass ihre persönlichen Daten missbraucht werden oder dass soziale Beziehungen verkümmern – die Leute nicht wirklich Leben – wenn sie nur noch in ihre Smartphones schauen und ständig überlegen, wann und wie sie es auf Facebook, etc. posten können.

Aber klar, es stimmt:

We have a different attachment to our present when we are not concerned with documenting.

Durch meine Beschäftigung mit Fotografie in Verbindung mit Sozialen Netzen wie Instagram oder Facebook, Twitter, Tumblr verändert sich meine Sicht auf meine Umwelt natürlich massiv. Wir haben aber immer eine sich konstant veränderte Wahrnehmung unserer Umgebung! Das ist abhängig von unendlich vielen Faktoren, hauptsächlich aber von unseren Gewohnheiten. Wir werden zu dem, was wir regelmässig denken und tun!

Den Unterschied macht Aufmerksamkeit oder Bewusstsein. Wenn ich mir bewusst mache, was ich hier gerade tue… denn nun mache ich eine Verbindung zu einem ganz ähnlichen Artikel von Leo Babauta:

Remember that we become good at what we repeatedly do, and what we do repeatedly can be done consciously. It’s when we’re conscious that we are truly alive.

Also, einmal ein- und ausatmen, lächeln und sich so mit dem Moment verbinden und dabei einfach nur klar machen, was man gerade tut! Da reicht schon und damit wünsche ich einen tollen Start in die neue Woche!

Instagram verbessert Facebook Integration

Instagram hat an der Facebook Integration geschraubt und überträgt ab heute die Bilder, wenn man den Haken in der Anwendung setzt, in voller Größe in ein eigenes Album! Man kann die so geteilten eigenen Bilder oder die seiner Freunde dann Liken, Kommentieren und auch Sharen. Yesss!

Hinter dem Bild der Link zum Blogpost auf Tumblr.

Ich habe dafür bisher den Service instafb.com benutzt, der mit genau das ermöglicht hat.

Heute morgen habe ich das abgeschaltet! Herzlichen Dank an den Entwickler, der das gebaut hat!

Fühle mich bestätigt, dass man nicht All-In gehen sollte, wenn man einen Service auf einer Lücke in einem anderen Service aufbaut, die leicht geschlossen werden kann. Aber ich bewundere erneut diese neue Art von Software, die offene Schnittstellen hat, mit denen man es anderen ermöglicht, Lücken im eigenen Service zu schliessen, bis man selbst dazu in der Lage ist!