Zum Inhalt springen

Mit ‘montag’ getaggte Beiträge

Aufgeregt

Bin ja wirklich fast immer, auch heute aufgeregt vor Vorträgen.

IMG_2350

Habe morgen einen Vortrag und fühle mich nach einem vollen Konferenztag voller toller Vorträge von anderen sowas von unvorbereitet. Kriege es ja hin, mich da wieder runter zu holen, aber irgendwie habe ich es heute nicht wirklich geschafft, die vorbereiten Slides gross mit Stichpunkten zu ergänzen, oder mal zu proben, was ich sagen könnte und wie lange das dauern kann.

IMG_2356IMG_2358

Jetzt ist es schon sehr spät und ich bin schon sehr müde. Ich werd mal zeitig schlafen und dann morgen früh noch ein wenig überlegen, wie ich das genau mache. Wird schon klappen!

Training

Heute ist ja Montag und nach kurzer Nacht bin ich leicht zu spät hoch, hab schöne 30min meditiert. Und dann kurz in ohmannesistsovielzutun Loch gefallen, aber nach ner Stunde bin ich raus geklettert, und dann ist noch ein sehr arbeitssamer Tag draus geworden.

IMG_2140.jpg

Es ging dann im Büro schnell. Schlag auf Schlag. Mir fiel auf, warum wir in den vergangenen Monaten, fast Jahren bestimmte Themen immer wieder versucht haben zu klären.

Manche der Themen schienen für sich nervig, sinnlos, bürokratisch, überflüssig zu sein. Doch ein paar Aktionen der vergangenen Monate und fast Jahre machen heute Sinn. Denn der Wind weht grad ein wenig stärker, die Segel sind gebläht, wir nehmen Fahrt auf. Und genau für diese Zeit trainiert man doch in der Flaute.

Das fällt nicht leicht. Wenn man keinen Stress hat, alles halbwegs gut läuft, halbwegs genug und regelmässig Geld rein kommt, genau dann fällt es grade nicht leicht, sich aufzuraffen und aufzuräumen, ordentlich zu sein, etwas richtig zu machen, etwas zu tun, dessen Sinn sich grad nicht erschliesst, wo nur ein laues Lüftchen weht, die Wellen leise an den Rumpf plätschern.

Doch wenn die Windstärke zunimmt, macht es Sinn, dass alles dicht ist, alles gut verstaut ist, jeder seinen Platz kennt, alle Handgriffe sitzen.

Auch schwierig, dann im Sturm die Richtung beizubehalten. Man sollte vertrauen können, dass der gesetzte Kurs der Richtige ist. Und dass das Training sich nun auszahlt und wir in voller Fahrt schon alles richtig machen werden.

Denn nur jetzt ist die Zeit, in der man schnell grosse Entfernungen zurücklegt.

Und deshalb trainiert man in der Flaute für den Sturm.

Leistung

Zurück in Berlin, Tag 1138

Aus wildesten Träume zeitig aufgewacht, kurz nach 4 schon und konnte nicht mehr schlafen, habe viel an die Arbeit gedacht, die Unruhe gespürt.

Dann gute Morgenmeditation und einen ruhigen, bestimmten Start in den Tag. Hab schon meine Woche durchgeplant.

IMG_2033 (1).jpg

Stelle mir die Frage: welche Leistung werde ich erbringen? Wie kann ich messen, dass ich die Leistung erbracht habe? Ist grad die Hauptaufgabe bei mtc für all unsere Verträge mit unserem grossen Kunden. Ist die Aufgabe, vor der die meisten Kollegen bei uns stehen und die echt nicht sooo einfach ist, wenn man es jahrelang anders gewohnt ist und statt der erbrachten Leistungen eben „nur“ die Zeit abrechnen braucht, die man mit der ein oder anderen Aufgabe verbracht hat.

Sicher dabei gibt es auch Termine für Fertigstellung, Termine für Auslieferungen, für Meetings und es gibt auch Leistungsbeschreibungen, Anforderungen, Dokumentationen. Aber am Ende wurde die Zeit abgerechnet, die man mit der ein oder anderen Aufabe  verbracht hat.

Diesen kleinen fundamentalen Unterschied zu begreifen, fällt mir selbst nicht leicht: Leistungen statt Zeit abzurechnen. Klingt einfach, klingt leicht. Hatte heute morgen die Idee, das auch bei mir zu machen und mal zu schauen, wie einfach und leicht das wirklich ist. Muss ja auch für meine Aufgabe hier funktionieren. Es wäre die gleiche Ausrede, wenn ich sagen würde, naja bei mir geht das aber nicht, denn bei mir und meinen Aufgaben ist das was ganz besonderes. Ich glaub auch hier geht es um eine lange eingeübte Art zu Denken und zu Arbeiten, die sich sich grade ändert und weiterentwickelt.

Überall das gleiche, auch bei mir!

Osterruhe

Istanbul, Tag 1131

Heute Nacht konnte ich nicht gut schlafen, bin mit vielen Sorgen und Problemen der Arbeit mitten in der Nacht aufgewacht. Hatte Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen. Träumte dann von einer Konferenz, auf der ich vor Angela Merkel die privat teilnahm reden sollte. Ein schrecklicher Moderator wollte mich nicht sprechen lassen, obwohl der Konferenzchef das Programm schon rumgeschickt hatte.

IMG_1840.jpg

Gestern haben wir im Garten unten Ostereier gesucht. Das hat der Kleinen und ihrer besten Freundin sehr viel Spass gemacht. Dann ein ruhiger Tag, bis wir am Nachmittag zum Fisch Essen an den Bosphorus gefahren sind. Immer wieder ein grosses Vergnügen und Genuss. Dann habe ich Minecraft wieder entdeckt. Jetzt endlich mal mit Shadern und Mods ohne Ende. Nun sieht es endlich auch mal auf dem Mac richtig schick aus. Hab das alles von http://lifeinthewoods.ca installieren lassen. Eigene Bastelei und Installation geht sicher auch, aber so ist es wirklich einfach und es funktioniert sogar. Wunderschöne Sonnenuntergänge mit Lichtstrahlbündeln durch die Bäume. Im Regen geht die Welt unter und alles sieht aus wie in einem Horrorfilm.

Geniess das Leben ab und zu.

Montags

Istanbul, Tag 1124

Heute Nacht von zwei ehemaligen Kollegen geträumt. Sah Enttäuschung, Verbitterung, wollte erklären, begründen, nicht mehr verstehen. Keine Chance. Ende.

IMG_1687.jpg

Danke Ezra Klein auf Facebook les ich ab und zu einen Artikel von vox.com. Heute morgen war das ein Interview mit Reza Aslan. Ezra hat mir auch einen anderen Artikel empfohlen, der den Aufstieg der Rechten hier in Europa und auch in US irgendwie zu erklären versucht: unsere Sehnsucht nach einer Autorität, einem Retter, einem, der alles aufräumt, klärt, kontrolliert und uns Sicherheit gibt: Autoritarismus.

Dann lief mir auf netzpolitik.org ein Artikel über einen ehemaligen US Drohnenpiloten über den Weg. Der hat mich richtig nachdenklich gemacht. Parallel lese ich schon in meinem Ostergeschenk (Daaaaanke, Julia! Grossartiges Buch!). Nadja Tolokonnikowa gibt mir eine Anleitung für eine Revolution. Hmm. Was tun? Mit so vielen politischen Gedanken fällt es mir grad schwer, den Tag normal weiter zu machen. Aber nun erst mal frühstücken und dann auf ins Kolektif House, meinem Office für die nächsten beiden Wochen.

Montags

Berlin, Tag 1117

Ihr lasst mir das durch gehen. Es bleibt unser Geheimnis. Neben der langen Pause zwischen 777 und 778 gab es am Wochenende eine Pause, die nicht nur einen Tag dauerte.

IMG_1570.jpg

Wir waren Käsekuchen Essen und Rückwärts Reiten und ich habe die Hälfte vom 6. und den ganzen 7. Teil von Harry Potter durchgelesen. Dieses abendliche Vorlesen hatte ich mich so neugierig gemacht, dass ich nicht anders konnte, als immer weiter lesen. Jeden Abend 20min laut, kurz vom Einschlafen der Kleinen, den Rest leise.

IMG_1549IMG_1529IMG_1538IMG_1550IMG_1557

Ausserdem wollte ich ne Pause machen, von allem anderen. Hab ich dann einfach auch gemacht. Nun zähle ich oben weiter, als ob nichts gewesen wäre. Und ihr wisst jetzt und habt den Beweis, dass das mit den Zahlen und dem ununterbrochenen Schreiben da oben ja gar nicht wirklich stimmt.

Also, das ist es! Es geht um diese Perfektion, die man bei anderen gerne sehen möchte und die sich immer, man näher kommt, als eine Illusion, ein Wunsch herausstellt. Es geht um diese Enttäuschung, die ich dabei schon so empfunden habe. Die Enttäuschung, wenn ich merke, dass vieles nicht so ist, wie ich es gerne hätte. Es geht darum, langsam zu lernen, dass die Erwartungen, unsere Vorstellungen von etwas, diese Enttäuschung bereits enthalten. Es liegt an uns selbst, auf was wir schauen. Auf eine Zahl zu Beginn des Blogpostes? Wie ich das oft mache, um mich aufzuraffen, weiter zu schreiben, ohne Unterbrechnung jeden Tag. Ich mach was grosses draus für mich, viel größer als es eigentlich ist. Dieses aufblasen und aufplustern erzeugt Vorstellungen und Erwartungen vor allem bei mir selbst. Und ich wollte wohl mal wieder wissen, wie es sich anfühlt. Fast ein Jahr lang habe ich wieder ununterbrochen jeden Tag wenigstens etwas geschrieben.

Nun mach ich so weiter, als wäre nichts gewesen. In ein paar Tagen und Wochen ist diese Pause hier verschwommen und vergessen in der Vergangenheit.

Ich hoffe, ich muss nie rückwärts reiten. Und Käsekuchen! Mhhh…

Wünsch Euch einen schönen Start in die neue Woche!

Schwerer Start

Berlin, Tag 1112

Heute zeitig hoch, Routine abgespult. Unruhige Nacht gehabt.

Ein schwerer trauriger Tag ist nun schon rum, der Sonnenuntergang eben hat ein wenig entschädigt.

Das Büro ist ja im gleichen Hof, wie unsere Wohnung. Zum Feierabend gehe ich manchmal um drei Blöcke, um das Gefühl eines Heimweges zu haben, eines Unterbrechers, etwas Zeit zum runter kommen, zum um schalten.

IMG_1489.jpg

Eine Zäsur, ein Ende, ein Scheitern führt eigentlich immer zu etwas positivem, zu etwas Neuem und ist Grundvoraussetzung dafür.

Die Enttäuschung, Angst und Traurigkeit, die wir beim Tod (eines Projektes) empfinden, schneidet uns von dieser positiven Seite ab. Wir können sie nicht sehen, sind nicht offen, sondern zu. Expandieren nicht, sondern alles zieht sich zusammen, wird eng und schwer.

Diese Grundeinstellung zu ändern, ist sehr einfach und doch unendlich schwer. Wollen hilft da nicht. Konzentration, Verstehen, Aushalten, Loslassen und dann lächelt es mich meist schon wieder an und die Ideen sprudeln wieder, der Mut, ja Übermut kommen zurück.

Und Morgen ist’s sowieso schon wieder ganz anders.

Zazen Retreat – Ankunft

Rheinsberg, 20:23, Tag 1105

Heute Morgen nach kurzer Nacht zum diesjährigen Retreat aufgebrochen. Waren um 10 schon hier, konnten einchecken und einräumen. Unser Mittagessen war ein schöner Linsenreis, superschnell mit Ziebeln, Ingwer, Tomaten und Pilzen zubereitet. Unser Abendbrot Teriyakigemüsenudeln, grossartig mit grünem Tee, statt Brühe.

IMG_1416.jpg

Nun liege ich satt und müde schon im Bett, zeitig schlafen, morgen dann ein voller Tag voller Achtsamkeitsübungen und Meditation. Der Sonnenuntergang vorhin war sehr interessant, davon gibt es noch ein Bonusfoto hier:

IMG_1423.jpg

Schönen Abend!

Anziehungskraft

Berlin, 8:13, Tag 1098

Heute Nacht wieder schräg geträumt, aber zeitig hoch und normale Wochenroutine durchgezogen. Dann viele Einfälle gehabt, was hier zu schreiben wäre und den Tag schon starten und verstreichen lassen.

IMG_1368.JPG

Einer der Einfälle heute Morgen handelte von der allgemeinen Anziehungskraft bestimmter Religionen, Philosophien oder in meinem Falle auch technischer Entwicklungen. Gestern hat Mark Zuckerberg ein Foto aus Barcelona veröffentlicht. Er läuft in einer grossen Halle voller Menschen mit der neuen Gear VR Brille von Samsung vorbei, strahlend. Viele Reaktionen darauf waren eher negativ: creepy, wir sind in der Matrix, Skynet wird gewinnen oder so ähnlich. Seit einigen Tage spiele ich mit dem Gedanken mir eine FPV Brille für meine Drohne, oder gleich eine neue Racing Drohne zu kaufen. Das ist grad der neueste Schrei. Und passt voll zu dieser VR Euphorie die aus Silicon Valley zu uns rüber schwappen wird und grade auch schon schwappt. Der größte Drohnenhersteller der Welt DJI arbeitet hoffentlich schon an einer Gear VR oder Oculus Rift Integration. Ich jedenfalls würde dringend dazu anraten, es zu tun, um dem zweiten keine Chance zu geben, mich zu überholen.

Eine weitere Idee heute morgen: diese Anziehungskraft ist wie eine Sucht, wie meine Süchte. Immer etwas Neues, das Neueste, die Möglichkeiten sehen, die Chancen, sich einfühlen, lernen, neue Möglichkeiten haben, etwas neues erfahren, erleben. Oder auch ein bißchen wie sich zu Verlieben, in das Unbekannte, in die eigene Begeisterung, die eigene Leidenschaft wieder spüren.

Das schräge an VR ist dabei aber, dass ich meine Gedanken, mein Kopfkino schon als ziemlich virtuell, abstrakt empfinde. Und nun meine eh schon virtuellen Gedanken auch noch mit virtuellen Bildern in virtuellen Brillen zu füttern, scheint etwas übertrieben zu sein. FPV macht für mich noch irgendwie Sinn. Bei allem anderen, wie zum Beispiel dem Bild von da oben, komme ich mir ferngesteuert, wie ein Cyborg, unter totaler Kontrolle vor. Obwohl ich gerne auch hier Early Adopter wäre, wie bei so vielen Gadgets zuvor, lasse ich diesen Impuls, diese Anziehungskraft vorüber ziehen.

Wie geht es Euch damit? Wirkt das eher anziehend oder eher abstossend?

 

Zack, zack!

Berlin, 7:20, Tag 1091

Heute ganz frohgemut aufgewacht. Die Agonie des letzten Wochenanfangs scheint erst mal besiegt. Auch wenn ich immer noch etwas streng mit mir bin und es nicht genug schwingen lasse, sondern drinnen, ganz leiselaut oft mit mir hadere und schimpfe. Einiges fällt noch immer hinten runter, aber anderes gelingt ganz gut.

IMG_1230.JPG

Ein neues Bild habe ich noch nicht, wegen Regentag gestern. Deshalb muss hier noch eines von Samstag rein. Also vom Spaziergang am Samstag vormittag.

Sollte sowas viel öfter machen, vor allem mit den beiden Mädels. Einfach mal einpacken und raus in den Wald. Gibts ja genug um Berlin drumherum.

Mein Highlight gestern war die Nudelsuppe, so richtig mit Huhn und Suppengrün ne Stunde auf kleiner Flamme kochen. Dann Kartoffeln, Möhren und Brokoli und Nudeln jeweils extra. Alles zusammen kippen. Dazu eine Schrippe mit Butter und Salz und fertig ist lekka! Die Keulen hatte ich abgemacht und im Ofen gegrillt, die verschwinden als Vorspeise in Sekunden.

So, nun aber! Die Woche fängt spannend an. Eine wichtige Mail muss endlich geschrieben werden. Unsere Strategietage fangen Mittwoch an, da kann ich auch noch ein wenig vorbereiten. Morgen sollte ich mal kurz nach München fliegen. Viel los!

Wünsch Euch einen guten Start!