Einander Verstehen

Gestern fand unser 13. mtc Sommerfest statt und ich muss hier meine Rede posten. Die Rede, die ich nicht gehalten habe. Gestern habe ich zum ersten Mal einfach frei gesprochen. Es war gut. Für das Pat Parelli Zitat habe ich nochmal kurz nachschauen können, dass konnte ich immer noch nicht auswendig.

Wir hatten einen so schönen Abend, ich hab mich so wohl gefühlt im Kreise der Gemeinschaft, die um unsere Organisation herum, um uns herum, in den letzten 13 Jahren entstanden ist. Bin noch ganz betäubt und erregt, habe auch nur 5h geschlafen.

Ein paar Bilder packe ich jetzt noch dazu und verabschiede mich dann mit Familie für ein kurzes Wochenende nach Prag. Am Montag bin ich zurück im Wald für die letzte Woche meiner Natural Horsemanship Trainerausbildung. Den Juli werde ich auch noch dort verbringen, um den ganzen Input zu verdauen und zu überlegen, wer ich dann bin und zu entscheiden, was ich ab August tun möchte.

So, genug! Jetzt die Bilder und die Rede.

Herzlich Wilkommen! Liebe Familie, liebe Freunde, Kollegen, Partner! Ich spreche heute ein paar Minuten über:

/natürlich vs normal/
/anstrengend vs. leicht/
/gemeinschaften vs. beziehungen/

Normal ist das Gewöhnliche, immer wenn wir „normalerweise“ sagen, wenn wir einem Standard einer Norm entsprechen wollen, wenn etwas eben so ist, wenn man etwas eben so macht, das ist doch mal wieder typisch.

Das Normale schadet dem Planeten, es zerstört unsere Umwelt, unserer Natur und unsere Lebensgrundlage. Das Normale kann viel Leid bei mir, bei meinem Umfeld erzeugen. Es macht Angst, nicht normal zu sein!

Dagegen steht: natürlich. Wir sind alle Menschen, natürlich. Wir haben eine Intution, wir sind alle anders, wir handeln auch mal insitinkiv, ohne zu viel Nachzudenken, wir sind aussergewöhnlich, wir sind einfach, wir sind schön, wenn wir im Flow sind, dann sind wir einfach anders. Wir Schaden der Umwelt weniger, wir erzeugen weniger Leid, wir haben keine Ansgt!

Es ist furchtbar anstrengend, normal zu sein. Es strengt mich unglaublich an. Ich bin, wir sind wirklich gut darin, normal zu sein. Wir denken, wir könnten uns sonst diesen Abend nicht leisten. Wir sind mitten in Kreuzberg, haben ein grossartiges Catering, eine phanstische Deko, ein tolles Orga Team. Ein Riesen Applaus an dieser Stelle bitte für deren Leistung!

Wenn ich es jetzt könnte, würde ich heute Abend hier gerne einfach ich sein. Mich dabei nicht anstrengen müssen, damit ihr mich mögt, damit ich in Eurer Mitte bleiben kann. Ich möchte am liebsten einfach sagen, was mit in den Kopf kommt.

Denn ich glaube fest daran, dass es geht, das es einen Weg gibt, den jeder gehen kann! Wenn wir aufrichtig zu uns selbst und anderen sind, wenn wir freundlich zu uns selbst und anderen sind, wenn wir immer wieder den Mut finden, aufrichtig und freundlich zu sein, oder es immer wieder versuchen, zu sein.

Gemeinschaften erzeugen Gruppenzwang, sie erzeugen Gruppendruck. Gemeinschaften erfordern das geradezu, denn sie definieren so oft erst einmal ein „normal“. Man gehört nur dann dazu, wenn man eine bestimmte Anforderung erfüllt, ein Profil, eine Qualifikation hat.

Das ist anstrengend! Überall! Auch im Wald bei den Pferden. Gemeinschaften aber bestehen in erster Lienie aus Beziehungen zwischen jeweils zwei Menschen. Und hier wird es wieder leicht, wenn man sich das anschaut!

Denn Beziehungen, die natürlich und leicht sind, das können wir, das haben wir alle schon mal erlebt, wenn es vielleicht auch nicht immer anhielt.. Aber wenn wir versuchen, den anderen einfach besser zu verstehen? Dann entstehen Beziehungen. Und dann klappt es vielleicht auch mit einer natürlichen Gemeinschaft, basierend auf Beziehungen, die auf Verständnis füreinander basieren.

Und genau das ist meine Vision, mein Traum von mtc, mein Traum von meinem Leben.

Erfolg ohne Zwang, Partnerschaft ohne Dominanz, Teamarbeit ohne Angst, Bereitschaft ohne Einschüchterung, Harmonie ohne Nötigung. Das wäre es, das ist mein Traum. Ich weiss, es geht!

Erfolg, Partnerschaft, Teamarbeit, Ja füreinander, Harmonie untereinander, das wünsche ich mir für mtc im nächsten Jahr! Darauf möchte ich mit Euch anstossen. Prosit. Auf das nächste Jahr zusammen!

Eh wir ans Buffet gehen, möchte ich mich noch bedanken.

Ich bin allen meinen Lehrern dankbar!

Ich bin Euch, meiner Gemeinschaft unendlich dankbar. Danke bei meiner Familie, meinen Freunden, all meinen Kollegen, bei meiner Gemeinschaft!

Ich bin aber auch allen dankbar, die ich nicht kenne, die aber möglich machen, das wir hier heute feiern können.

Nun lasst uns den Abend leicht geniessen! Lasst um besser kennen lernen, lässt uns einander besser verstehen!

Ich eröffne hiermit das Buffett… und stosse auf unser aller Wohl an! Auf uns! †

Hier eine kleine Bildergalerie von meinem iPhone (und Matzes!)

Ein paar Bilder und meine Rede zum 11. mtc Sommerfest

Lang war die Nacht. Kurz war die Nacht. Ein schönes Sommerfest! So viele Gäste, ausgelassene Stimmung, heiser gesprochen, so ein tolles Catering. Wir haben endlich mal wieder getanzt… danke an unser mtc Organisationsteam, toller toller Job! Danke an das tolle, freundliche Serviceteam von Aldente und für die super Deko von Flores y Amores!

So, hier nach ein paar Bildern traditionell der Text meiner Rede.

 

Das traditionelle Gruppenbild von unserem Matze:

Alle Zusammen, 11. mtc Sommerfest 2017

Hier nun endlich die Rede:

 

Liebe Mitarbeiter,
liebe Kunden,
liebe Gäste,
meine liebe Aleyna, meine lieben Eltern,

Herzlich Willkommen zum 11. Sommerfest der mtc in Berlin!

Vor 11 Jahren haben wir uns gegründet. Die Gala letztes Jahr zum 10-Jährigen ist mir noch in lebendiger Erinnerung.

Es ist unsere Tradition, einmal im Jahr alle Mitarbeiter, ihre Familiem und Kundenkollegen einzuladen, um gemeinsam auf die Zusammenarbeit anzustossen. Wir wollen DANKE für das vergangene Jahr sagen, hier im schönen Innenhof unseres Weissen Schlosses.

Das letzte Jahr ist schnell vergangen, es ist so viel passiert.

Wir haben das alte DEPAROM abgeschaltet!
Applaus bitte!
Wir haben nun monatliche „One Pager“ für jeden Vertrag!
Applaus bitte!
Wir haben drei neue Büros für Support, Backoffice und in Leverkusen in Betrieb genommen!
Wir haben achtzehn neue Mitarbeiter seit dem letzten Sommerfest eingestellt! Achtzehn! Ich fasse solche Zahlen kaum…

Die neuen Mitarbeiter sind:
Yara, Service Chefin
Rene, Webautor
Thomas, Java Entwickler
Markus, Sitecore Dev
Anja als Teamassistentin, grade in Elternezeit
Tobias, Sharepoint Support
Johannes, Physiker und BI Consultant
Felix, aus mem Startup zu uns als Dev
Krystina als weitere Teamassistentin
Susann für Personalarbeit
Saskia als Koordinatorin
Dmytro als Sitecore Dev,
Jan als Dev,
Antje in Hamburg,
Antonio als Verstärkung unseres IT Admins,
Michał, erster polnischer Mitarbeiter (bitte keinen Poxit!)
und Romy, die Neue Scrum Masterin.
Und das waren erst Siebzehn!

Mit Alice, die seit Januar nicht mehr als Werksstudentin bei uns ist, sondern sich als unsere erste Online Redakteurin „Content“ erzeugen darf, haben wir tatsächlich Achtzehn neue Mitarbeiter seit letztem Juni!

Ich wollte unbedingt diese neuen Mitarbeiter heute vorstellen, nachdem wir im letzten Jahr die zwölf Gründer geehrt haben. Ihr erinnert Euch? Henry, Johnny, Gülcin, Ira, Iris, Timo, Udo, Manfred, Matze, Thomas, Kirsten… Tony.

Also, letztes Jahr haben wir zurück,
zu den Anfängen, in die Vergangenheit geblickt.

Wir haben die Kollegen der ersten Stunde geehrt,
für ihre damalige Entscheidung, das Engagement seitdem,
ihren Mut und ihre Treue und Loyalität,
für die Freundschaft, die auf dem gemeinsamen Weg
in dem Jahrzehnt entstanden ist!

Die Situation bei mtc hier war für die achtzehn Neuen in 2016 und 2017 sicher eine komplett andere,
aber auch irgendwie nicht.

Solch ein Wechsel zu uns,
ein jeder Neuanfang, ist immer mit viel Mut verbunden!

In einem Neuanfang stecken jede Menge Chancen,
aber sicher auch Risiken
für beide Seiten.

Auch dürfen wir nicht vergessen,
das vor jedem Neuanfang immer auch ein Abschied nötig ist.

So ging es allen bei der Gründung von mtc und
so war es sicher auch für jeden der achtzehn Neuen.

„Es ist leicht Menschen in der Erinnerung zu lieben.
Das harte ist doch, sie zu lieben wenn sie vor dir stehen.“
habe ich von John Updike vorgestern gelesen!

Ich mach daraus:
Es ist leicht in seinen Erinnerungen an die Vergangenheit
und den Erwartungen an die Zukunft zu leben,
hart wird es erst, wenn man hier bei mtc im Jetzt arbeitet!

Es ist leicht, sich einen neuen Job vorzustellen,
es ist meist auch noch leicht, einen neuen Job zu bekommen.

Ich möchte, dass wir zusammen versuchen,
dass die Zusammenarbeit im Hier und Jetzt auch leicht bleibt!

Dafür habe ich mir etwas überlegt, was ich den achtzehn Neuen denn unbedingt mit auf den Weg bei uns geben möchte!

Dafür gibt zwei starke Bilder und zwei Begriffe.

Raumschiff VOYAGER und ein KUHSTALL sind die Bilder.

HELFEN und ERKENNEN sind die Begriffe.

Das Raumschiff Voyager, das erste Bild, ist die Erinnerung an die im Delta Quadranten am anderen Ende unserer Galaxie gestrandeten Crew. Das ist mein Bild der ersten 6-8 Jahre von mtc. Ein kleines Raumschiff, eine kleine Mannschaft, weit weg von zu Hause, viele spannende Missionen, Warp 10, Dilithium als Treibstoff, das scheinbar alles möglich macht: Überlichtgeschwindigkeit, Replikatoren, Beamen, Überleben!

Diese im ersten Bild versteckte Arbeitsweise
änderte sich vor etwas mehr als zwei Jahren.
Ich hatte das Gefühl, wir kehrten nun endlich nach Hause,
zurück auf die Erde.

Mit dem Kuhstall einer LPG begleitet mich seit zwei Jahren ein zweites Bild. Das Bild meines Heimatdorfes.

Ich entdeckte, was die Tierproduktion, das Kühe melken meiner Kindheit und Jugend mit IT Support gemeinsam hat.

Ich entdeckte, das Gunnar in einer Gärtnerei aufgewachsen ist, und was das mit Softwareentwicklung zu tun hat.

Das GoLive der Anwendungen, die entwickelt werden, gleicht einer Ernte. Die Anwendungen verschaffen dem Supporter Arbeit. Die Fehler der Anwender sind doch das Futter unserer Supporter!

Der Servicebereich ist die Sonne, Wasser und Erde. Er bietet uns den Raum, führte zur heutigen mtc, er erzeugt die Strukturen für Wachstum: Die Felder und Ställe in denen unsere Organisation, als ein SOZIALER ORGANISMUS, wachsen und sich weiter entwickeln kann.

Mit den beiden Begriffen möchte ich die Brücke zurück ins Jetzt schlagen:
HELFEN und ERKENNEN.

Sie sind ganz frisch, sie richten mich täglich aus.

HELFEN! Die achtzehn neuen Kollegen möchte ich bitten, sich zu überlegen, wie und womit sie sich selbst und anderen Menschen um sie herum wirklich helfen können?

Aus dem Impuls anderen zu helfen und aus dem Vertrauen in unsere Werkzeuge: Technologien, Programmiersprachen, Tools und Methoden entsteht unsere Dienstleistung. Diese vom Kunden entlohnte Leistung ist eine wichtige Bedingung für, die Voraussetzung unserer Existenz als mtc!

Der zweite Begriff ist ERKENNEN. Mit diesem Begriff habe ich eine weitere Bitte an die achtzehn neuen Kollegen: überlegt Euch doch, woran Eure Familie, eure Freunde und Eure Kunden wirklich erkennen können, dass ihr bei mtc arbeitet?

Mit einem Zitat aus dem Brief an die zwölf Gründungsmitarbeiter schliesse ich: „Diese Firma hat nur einen Zweck. Sie ist durch Euch, was sie ist und sie soll Euch in Eurem Leben dienen: vor allem als Ansporn und Quelle für Inspiration, Anerkennung und unseres Lebensunterhaltes.“

Damit sage ich ganz herzlich DANKESCHÖN bei allen,
die dieses 11. mtc Sommerfest möglich gemacht haben!

Auf Euch, Prost!

Es gilt wie immer das gesprochene Wort 😉

Danke nochmal und noch immer aufgewühlte Grüße durch den Morgen!

 

Unser 10-jähriges mtc Jubiläum

 

Gestern, am 23. Juni 2016 haben wir unser 10-jähriges Bestehen der Moving Targets Consulting GmbH gefeiert. Wir haben traditionell unser Erdgeschoss frei geräumt und den Innenhof unseres Hauses okkupiert, um ein rauschendes Fest zu feiern.

Einen herzlichsten Dank an die Organisatoren und den Service und natürlich an alle Teilnehmer für diese tolle Erlebnis. Unterm Bild meine Rede zu diesem Feste.

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Liebe Freunde, Kollegen, Partner, Kunden,
meine lieben Eltern, meine liebe Frau, meine liebe Tochter.

Ein ganz herzliches Willkommen zu unserer Sommergala, anlässlich des 10 jährigen Bestehens von mtc.

Der Berliner Hauptbahnhof ist in diesem Jahr zehn Jahre alt geworden. Der neue Berliner Flughafen feiert auch bald 10 Jahre: Nichteröffnung.

Ich hab mich erinnert, seit zehn Jahren gibts Twitter und auch genau vor zehn Jahren gibt es die Saunatherme in Ludwigsfelde. Ebenfalls vor zehn Jahren genoss „Bruno der Problembär“ sein viel zu kurzes Leben, plündernd und schlemmend!

Und dazu rief der Wirtschaftsminister 2006 zum Jahr der Informatik aus. Und als dann noch das NOK und der DSB ihre Eigenständigkeit aufgaben, sich zum Deutschen Olympischen Sportbund zusammen schlossen, wussten wir, jetzt oder nie und haben beschlossen, die heutige *mtc* zu starten und Euch einzuladen, dabei mit zu machen.

Und nun ist mtc 10 Jahre alt geworden.

10 Jahre! Ich werde das niemals vergessen können, weil fast zeitgleich, also genau 17 Tage nach dem inoffiziellen Start der mtc meine Tochter Aleyna in Istanbul zur Welt kam, die immer genau parallel im gleichen Alter sein wird, und wächst und sich prächtig entwickelt. Sie ist erst 39 Kilo, mtc hat heute 58.

58 Mitarbeiter und noch 33 Freie Mitarbeiter dazu = 91!

Wir sind im Schnitt knapp 40 Jahre alt, die Mitarbeiter sind seit mindestens 3,5 Jahre bei uns, wobei wir allein in 2015 neunzehn neue Kollegen einstellen konnten und in diesem Jahr immer noch 5, was diesen Durchschnitt natürlich enorm drückt.

Als wir uns damals im Oktober-November 2005 überlegt haben, die Vorgängerfirma zu schliessen und nochmal neu anzufangen, sind mit Gunnar und mir diese 12 Freunde, die jetzt hier neben uns stehen, mit uns gegangen und das Beste ist: Sie sind bis heute geblieben!

Deshalb haben wir ihnen heute morgen diesen Brief geschrieben.

*Übergabe der Briefe und Präsente*

DANKE! Bitte einen lauten, lang anhaltenden Beifall!

Von vier Dingen muss ich Euch noch erzählen: vom BB, vom KK vom AA und dem GG.

BB steht für „Beharrlich im Bemühen und bescheiden in der Erfolgserwartung.“
Immer wenn wir zu ungedulig waren oder zu viel wollten, hat es nicht geklappt. Gehört habt ihr sicher schon von mir: „Halte dein Ego klein!“ in Projekten oder Präsentationen, stell den Kunden in den Vordergrund, Deine Leistungen, aber nicht dich. „Jeden Sieg feiern“ kennen auch einige von Euch. Der nächste Schritt, ist der nächste Erfolg. Wir müssen das sehen, das anerkennen, sonst rennen wir unserem Leben, unserem Glück, dem Erfolg immer nur hinterher.

KK steht für „Kontinuität und Kreativität“
und ist ein Zeichen der allgegenwärtigen Dualitäten in unserem Leben. Des einen Sieg, ist des anderen Niederlage. Wenn wir immer nur Kreativ sind, immer nur Verändern, immer nur am Einatmen sind, dann sterben wir schnell.

Wenn wir alles nur Festhalten, jede Änderung ablehnen, immer nur auf Bewährtes und Bekanntes setzen, immer nur Ausatmen, sterben wir auch. Das eine führt zu Krebs, das andere zu Sklerose.

Wer nur produziert, stirbt. Wer nur konsumiert, stirbt.

Wer nur Kreativ ist, geht pleite. Wer nur fest hält, kontinuierlich, gleich bleibt, geht auch pleite.

> Wachstum ist gut, sagte der Luftballon und platzte.
> Wachstum ist schlecht, sagte der Riese und fraß die Zwerge.
> Wachstum ist gut, sagte das Feuer und hinterließ nur Asche.
> Wachstum ist schlecht, sagte der Tod und lachte.
> Ich weiß überhaupt nicht, wovon ihr redet, sagte die Raupe und wurde zum Schmetterling.“

Es geht darum, die richtige Balance, in den natürlichen Rhythmus zu finden, den Rhythmus zwischen ein- und ausatmen, zwischen Wandel und Bewahren, zwischen Kreativität und Kontiunität.

AA steht für Anfängergeist.
Und zwar der, den kleine Kinder haben, deshalb AA. Es geht darum, nicht zu wissen. Mit Wissen allein löst man keine Probleme. Experten haben immer schon eine Antwort fertig. Je mehr ich von etwas weiss, um so mehr sehe ich doch erst, was ich noch alles nicht weiss.

Es wurde in den letzten 10 Jahren immer dann schwierig, wenn wir glaubten, zu wissen. Nur wenn man nicht weiss, kann man an seine Grenzen gehen und und darüber hinaus! Nur dann entwickelt man sich wirklich, nur dann wächst man über sich hinaus, und auch nur dann wird man besser!

Und zum Schluss noch:

GG – Geht nicht, gibts nicht
Wenn jemand zu mir sagt, das geht nicht: ist immer meine erste Reaktion: hah, das werden sehen. Challenge accepted! So haben wir mtc gegründet, so haben wir Schering und Deparom übernommen und entwickelt, so stellen wir neue Kollegen ein, so gehen wir jedes Projekt an. Es gibt immer mehr als zwei Optionen: geht oder geht nicht, ja oder nein. Und in der dritten, vierten, fünften Option steckt der Spass, die Herausforderung, die Arbeit.

Meine ersten drei Firmen gibt es nicht mehr! Die erste brachte mir sehr viel bei, hielt ganze 8 Jahre. Die zweite gab es 3 Jahre lang nur auf dem Papier und dann nicht mehr. Die dritte – und in Fakt der Vorgänger dieser mtc, hielt genau neun Monate und musste liquidiert werden!

mtc hat das alles also schon hinter sich! Geboren wie ein Phönix aus der Asche!

Im Rückblick auf die zehn Jahre, empfinde ich jetzt vor allem Dankbarkeit! Dankbarkeit, dass ihr meine Führung akzeptiert habt, dass unsere Kunden unsere Services annehmen, dass ihr alle mit uns zusammen geblieben seid, dass wir weiter zusammen arbeiten.

Seit 10 Jahren! Und nun feiern wir das Bitte!

mtc Sommerfest 2015

Berlin, 6:51, Tag 862

Heute Nacht wenig geschlafen, bin nicht ganz so zeitig wach gewesen. Den Sonnenaufgang habe ich lange verpasst. Dafür gab es sehr dramatische Wolken:

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Wir hatten einen schöne Feier gestern.

Ich war bis fast zum Schluss, um 1 Uhr bin ich hoch. Wenig später, beim Einschlafen, verstummten dann auch die letzten Gespräche im Hof.

Es gab grossartiges Catering von Steffens Team von Al Dente, wunderschöne Ausstattung und Blumen von Robert und Emilas Team von Flores y Amores, Sound, Licht und Bühnen Equipment von Hacksound. Unser Matze hat uns eine geile Dive for More Fotobox gebaut, da kommen in Bälde sicher ein paar sehr schräge Fotos von unter Wasser. Und Alex hat uns echt den ganzen Abend erstklassigstes Live DJ Feeling geboten und sogar zum Tanzen gebracht. Zum Empfang und zum Essen haben uns die coolen Couchies eine Sofasession der Extraklasse geboten: sit and deliver! Das haben sie!

Wirklich schöne Feier gestern.

Danke ans ganze Team! Besonders an Michael, Ira, Udo, Matze, Alice, Marc und Johnny, die seit Wochen neben der Arbeit alles detailverliebt vorbereitet haben. Und ein letztes, danke auch unsere sehr kooperative Hausverwaltung und unsere toleranten Nachbarn!

Nun noch ein paar Fotos…

…und dann wünsche ich Euch einen grossartigen Tag danach!

Schon drei mtc-Sommerfestgruppenbilder…

Berlin, 8:36, Tag 264

Mein Traum führte mich heute eine Treppe hinunter, mit Puzzles und Wasser und Brücken. Auf einem Feuerwehrfest. Erst zu Fuss, dann mit einem Auto, erst mit Aleyna, dann mit Freunden. Ein hoher Bordstein, Risse in der Strasse, dann geschafft und aufgewacht…

Es ist so viel los grade. Nein, es fühlt sich nur so an. Nach dem Sommerfest am Donnerstag startete der dritte Block eines Trainer Training bis heute, eine Weiterbildung für meine vielen Vorträge und Workshops und Trainings, die ich eh schon gebe. Die nächste Woche ist die letzte vor drei Wochen Urlaub. Also schwirren so viele Themen in meinem Kopf rum, die ich angehen möchte, über die ich hier schreiben möchte, über die ich schreiben könnte. Und noch viel mehr Themen, die ich machen möchte.

Aber hier erst mal ein Vorabzug unseres diesjährigen mtc Sommerfestgruppenbildes mit knapp – wie irre – etwa 110 ganz wunderbaren Menschen drauf! Es war eine so tolle Feier, herzlichen Dank auch hier noch mal an alle, die sie möglich gemacht haben und an alle, die mit gefeiert haben… es hat irre Spass und Freude gemacht!

5. mtc Sommerfest, 21. Juni 2012 (Photo: matzeschmidbauer.de)

Und ich hab schnell mal gesucht, hier noch die Bilder aus den letzten Jahren, in denen wir auch genug Entschlossenheit zum Bild fanden.

4. mtc Sommerfest, 23. Juni 2011 (Photo: matzeschmidbauer.de)

Drei mal schon… hier zum Abschluss das erste, aus 2008!

2. mtc Sommerfest, Juni 2008 (Photo: matzeschmidbauer.de)

Ist es nicht herrlich zu sehen, wie sich etwas entwickelt? Wie aus drei Fenstern, vier werden und dann der Lift dazu kommt? Ach, wie schön dabei sein zu dürfen, wenn sich etwas entwickelt. Es geht mir gar nicht so sehr um Größe oder Anzahl, es ist eher das mehr an Erfahrung und an Beziehung, das mehr an Leben, was ich in den Bildern sehe und worüber ich sehr dankbar bin!

Bei allem eine Freude am Sein zu haben, wird immer stärker und immer wichtiger für mich. Raus aus dem Mangel, raus aus der Angst, hin zu Spass und Freude. Ohne Druck und Stress, ohne zu Vergleichen, keine Wertung, hin zu dem, was nun dran ist, was hier vorhanden ist. Es dann mit einem Lächeln, einem ruhigen Atem annehmen können. Den Tag mit einem optimistischen: ja, schön! begrüßen. Wenn die eigenen Akkus voll sind, fliegt man so leicht durchs Leben. Dann sieht man endlich, ohne sich gleich drauf zu stürzen. Dann spürt man endlich, was wirklich möglich ist. Dann kann man helfen, ohne selbst zum Wrack zu werden. Dann kann man durchs Leben gehen, ohne weg zu laufen.

Schönen Sonntag wünsch ich allen…

 

Vorfreude…

Berlin, 7:25, Tag 248

Die Strassenbahnen zum Flughafen waren übervoll, fuhren in verschiedene Richtungen, hielten nur an, wenn sie wollten und die Zeit wurde knapp und meine Kollegen schon unruhig. Nehmen wir doch ein Taxi? Zu teuer. Da kommt endlich die nächste Bahn, die Türen gehen auf, wir klettern rein, sie fährt los, alles scheint gut. Ich bemerkte einen Stück Zahnseide zwischen den Zähnen, ziehe dran. Der Faden hört nicht auf, es bildet sich sich schon ein kleines Knäuel auf dem Boden der Strassenbahn, eine riesige Menge. Zwischen den rechten oberen Schneidezähnen liegt die Quelle, ich spüre das Ziehen an den Zähnen, leicht unangenehm. Endlich hört es auf. Ich kann das Ende aus dem Mund ziehen und suche einen Müllbehälter in der Bahn, werfe das Knäuel weg und wache auf…

Der erste Mittwoch im Monat ist immer ein voller Tag. Unser 29. All Hands Meeting bei mtc findet immer an diesem Tag statt. Wohl deshalb war gestern schon nur ein Traum hier zu posten. Dann nimmt unser 5. mtc Sommerfest am 21. Juni langsam Formen an. Gestern Abend habe ich noch Besuch von alten Freunden aus Wien bekommen. Einer davon ist auch dj. Das fiel mir ein, weil seine Facebook Posts mir darüber in Erinnerung geblieben sind. Somit stand sehr schnell mit einem Handschlag fest, dass wir übernächste Woche das erste Mal seit 2003 wieder jemanden alleinverantwortlich am Mischpult haben werden. Jetzt kommt schon langsam die Vorfreude. Und dann steigt auf die Aufregung langsam, denn ich rede nächste Woche auf der PATINFO für 20 Minuten über die Sozialisierung der Patentwelt und über Open Patent Data. Uiiihhhh! Für mich ist dieser Termin unglaublich wichtig, auch weil Erstens so ziemlich alle der deutschen Patentszene im Publikum sitzen werden, die Rang und Namen haben und mit denen mich vielfältige geschäftliche und mehr und mehr auch private Beziehungen verbinden. Und weil Zweitens dieser Vortrag der Auftakt darstellt für vier weitere Auftritte auf grossen Konferenzen in diesem Jahr. Es erscheint mir wie ein Wendepunkt in meiner Karriere. Dazu kommt, dass bei solchen Auftritten immer die Gefahr besteht, sich zum Obst zu machen und zu blamieren. Dazu kommt auch, dass der Unternehmer in mir natürlich jegliche Risiken scheut und meine Schnodderschnauze ganz sicher ein Risiko darstellt. Na, wird schon…

So, mit einem Bild vom Sonnenaufgang sag ich schnell Adieu…

und verabschiede mich lächelnd in eine aufregenden, weiteren Tag meines Lebens…

Meine Rede zum Sommerfest…

Hier meine Rede anlässlich unseres 4. mtc-Sommerfestes  gestern…

 

„Eine einfache Methode zu ermessen, was das Erreichen eines Meilensteines für ein Unternehmen bedeutet, ist sich vorzustellen, wie sich die Welt durch das Unternehmen verändert hat.“ hab ich heute morgen anlässlich des 100sten Geburtstages von IBM irgendwo gelesen. Für mich sind unsere Sommerfeste immer solche Meilensteine.

Meine Welt verändert sich jeden Tag durch mtc, die Welt in den beiden Nischen, die wir uns in den letzten Jahren erkämpfen und verteidigen konnten, definitiv auch.

12 Leute haben Anfang 2006 den fliegenden Neustart gewagt. Nun – im 6. Jahr – stehen 49 Namen auf der Teilnehmerliste unserer monatlichen All Hands Meetings: vier mal so viele Menschen, für die sich die Welt auch sehr sicher verändert hat.

Zwei Nischen habe ich eben erwähnt.

Erstens unsere Wurzel, der Bereich Services oder auch Software Entwicklung und Support, mit unserer Spezialität – wie ich das gerne nenne – „Forensic IT Services“, dem Betreuen von abgekündigten Systemen in grossen Konzernen oder weniger provokant „Legacy System Support“ und einer Vielzahl von anderen tollen Projekten, die in den letzten Jahren gewonnen wurden.

Im letzten Jahr ist die Transformation zum technologie-übergreifenden Problemlöser, zum „wir kümmern uns“ weiter gegangen, wir haben uns fest etabliert bei Sharepoint, ein erstes Open Source Produkt und einen ersten Artikel im Sharepoint Magazin veröffentlicht, darauf bin ich echt stolz! Wir sind grad an ner Riesenchance dran, die wir uns durch konstante, zuverlässige Arbeit einfach verdient haben. Drückt uns die Daumen.

Wichtige weitere Meilensteine? Mein geschätzter Partner, Gunnar, der diesen größten Bereich von mtc verantwortet und täglich mit Ruhe und Eleganz steuert, macht die Monatsabrechnung nicht mehr allein und selbst! Für mich ein Riesenerfolg, ein grosser Schritt genau in die richtige Richtung.

Dann ein grosser Meilenstein für unseren zweitgrößten Kunden, das DPMA – die ElSA Umstellung zum 1.6.11 mit der Einführung der Elektronischen Akte. Geralds Mannschaft hat alles getan, damit dieser Megachange durch uns optimal unterstützt wird und unseren Ruf bei iNCO/der Bundesdruckerei und dem DPMA fast legendär werden lassen. Das mehrfache öffentliche Lob von Herrn Rothe, dem Abteilungsleiter 2.1, der Informationsdienste für die Öffentlichkeit des DPMA hat mich sehr stolz gemacht und hat die Welt für mich definitv verändert.

Nun möchte ich zu unserer zweiten Nische kommen, zu unserem Produktbereich. Dank Dieter haben wir in Rekordzeit und mit äusserst begrenzten Ressourcen eine schlagkräftige Wahnsinns Vertriebs Manschaft aufgebaut, da war vor einem Jahr – sagen wir es vorsichtig – nicht so viel. Die Produktion hat er ab 1.1. gleich mit übernommen und entlastet damit Geralds Team und erhöht gleichzeitig auch die Schlagzahl in unserer Patentproduktion, mit wöchentlich 27,13 GB Daten und 118.400 Dokumenten die konvertiert und für unsere 140+x Kunden selektiert werden.

Trotz Zero Unterstützung durch DPMA und Bundesdruckerei in diesem Bereich haben wir im letzten Jahr das erste Mal ganz allein eine neue Version unseres Patent Recherche Clients raus gebracht – und damit nach 14 Jahren endlich das Löschen von Dokumente eingebaut – sowie die Dokumentation in ein öffentliches Wiki eingestellt.

Nachdem wir so gezeigt hatten, dass wir es auch wirklich ganz alleine können, haben wir DEPAROM komplett vom DPMA und der Bundesdruckerei übernehmen können. 21 Kunden mit ca. 75.000 € Umsatz waren noch übrig und die vollständigen Rechte an der Marke und der gesamten Software… ein Riesenerfolg und Belohnung zugleich nach vielen Jahren des Engagements für dieses Produkt.

Diese Arbeit in unseren zwei Nischen geht nur mit einem grossartigen Team. Stellvertretend für jeden danke ich heute besonders meiner Führungsmannschaft: Gunnar mein grossartiger, verständnisvoller, mich in allem unterstützender Partner! Ira, Gerald, Tony und dem Jüngsten: Dieter! Ihr haltet mir den Rücken so phantastisch frei, bringt loyal und engaiert die mtc voran, macht einen tollen Job, und Dank natürlich auch an alle anderen mtc’ler hier. Diese Party heute ist für Euch!

Jetzt zum Schluss raus aus der Nische:
Vor drei Jahren mit einem Vortrag „mtc und Herrkrueger im Social Web“ hat es begonnen, letztes Jahr habe ich hier an dieser Stelle auch schon Facebook erwähnt.

Und heute, nur ein Jahr später ist so viel passiert: wir haben ein tolles Cloud Computing Projekt gewonnen und super umgesetzt für das Europäische Patentamt „espacenet goes cloud“ mit über 60 Millionen Patentdokumenten. Eine Partnerschaft mit Amazons Web Service Team aufgebaut, Schindler als neuen Grosskunden konzeptionell im Patent-Bereich beraten und diese und nächste Woche sogar die Ingenieure der R&D dort trainiert.

Meine Leidenschaft: 235 Blogposts hier und auf deparom.de mit über 50.000 Impressionen, fast 4.500 Tweets, hier 13.000 Followers dank einer Ausstellung mit iPhone Photos, über die es jetzt sogar ein Buch gibt. Ich durfte bereits 10 Vorträge halten u.a. beim EPO, bei Sony Europe, der Handelskammer Hamburg, und auf der Jahrestagung der Patentinformationszentren, dazu 1 Podiumsdiskussion auf der PATINFO, d e r  Patentkonferenz in Deutschland – das alles seit März und rund um das Thema „Sozializing the (Patent)World“. Mein ganz persönliches Ziel dabei: wir wollen bis zum nächsten Sommerfest Patentinformationen aus dem Informations Silo holen und die ganze Welt damit wieder ein Stückchen verändern.

Ich freu mich auf das kommende Jahr… und noch mehr freu ich mich auf das was jetzt wichtig ist: das Buffet in der ersten Etage, die Musik und Eure Gesellschaft – Prost!

(Arne Krüger, 23. Juni 2011)