Reisebilder

Wieder in Berlin zurück. Nach einer kurzen Nacht. Habe mich gestern noch in einem Park über Nizza verlaufen, weil kurz nach dem Sonnenuntergang 3 der 5 Tore verschlossen wurden und ich zusammen mit Franzosen erst beim dritten Tor richtig lagen. Der Parkwächter hielt uns nur einen Zettel mit seinen Tornamen hin, aber keine Karte. Und die Tornamen waren nicht in Google Maps enthalten. Zack, aufgeschmissen.

Also spät ins Bett und zeitig hoch. Sehr zeitig hoch. Halb 5 schon, um den ersten Flieger nach München zum Kundenmeeting zu kriegen. Nun bin ich grad in Berlin gelandet und fahre nach Hause, schreibe schnell, damit ich gleich Zeit für die Damen hab und kein: mhh, ich würd gern noch bloggen im Hinterkopf rumgeistert.

Deshalb gibt noch mehr Reisebilder.

Awkward Pause

Diese Nacht habe ich nur geträumt und wenn ich wach wurde, dann habe ich den Vortrag vorbereitet. Gedanken nachgehangen und dann wieder weiter geträumt. Eine lange Nacht.

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Bin sehr zeitig aufgestanden und habe ein kleines Script aufgeschrieben. Die Einleitung habe ich fast so geschafft, wie ich sie mir vorgestellt habe. Habe mein Script zerrissen und hinter mich geworfen, aber mich dann doch fast ans Script gehalten. Und ich habe eine Awkward Pause gemacht. Beides habe ich bei Craig Ferguson gesehen, der sein Script immer und so eine Pause manchmal macht. Zieht die Aufmerksamkeit.

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Dann gab es ein paar Hoch und Tiefs und ich hab mich durch meinen Vortrag der Vorstellung unseres Elastic Search Backends und des neuen Frontends gearbeitet. Habe auch versucht, einen Aufruf zu mehr Transparenz, zu mehr Offenheit zwischen den Anbietern und Kunden unterzubringen.

Habe wieder viel, viel gelernt und viel Motivation gesammelt, es beim nächsten Mal noch besser zu machen. Das Feedback hielt sich in Grenzen, meine Einleitung wurde ein paar Mal gelobt, was mich sehr gefreut hat.

Hier der Vortrag: elastic search and patent information @ mtc for II-SDV 2016 als PDF und auch noch in Slideshare:

So, weiter gehts hier!

 

 

 

Aufgeregt

Bin ja wirklich fast immer, auch heute aufgeregt vor Vorträgen.

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Habe morgen einen Vortrag und fühle mich nach einem vollen Konferenztag voller toller Vorträge von anderen sowas von unvorbereitet. Kriege es ja hin, mich da wieder runter zu holen, aber irgendwie habe ich es heute nicht wirklich geschafft, die vorbereiten Slides gross mit Stichpunkten zu ergänzen, oder mal zu proben, was ich sagen könnte und wie lange das dauern kann.

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Jetzt ist es schon sehr spät und ich bin schon sehr müde. Ich werd mal zeitig schlafen und dann morgen früh noch ein wenig überlegen, wie ich das genau mache. Wird schon klappen!

Ein Spaziergang

Noch bin ich in Berlin, gleich um um 2 geht der Flieger zur Konferenz. Werd die Mädels vermissen, freu mich gleichzeitig auf die zweieinhalb Tage in Nizza und den vielen Input, die vielen Inspirationen, die ich erwarte.

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Nun ist es schon spät geworden. Bin gut gelandet, hatte einen ruhigen Flug, schaue grade Louis C.K.s neue Show Horace and Pete’s. Bin dann drei Stunden hier am Strand und durch die Stadt gelaufen. Sehr entspannend, sehr anregend, sehr schön, sehr ruhig. Einfach los gelaufen. Am Strand meditiert, später nochmal in einer katholischen Kirche. Dazwischen ein paar Fotos gemacht, meistens aber nur die Stadt und die Menschen darin angeschaut.

 

 

Wochenmitte

Nizza, 7:35, Tag 805

Heute Nacht in einem Treppenhaus zum neuen Büro. Alle Fahrstühle in den Etagen wurden im laufenden Betrieb durch neue Gläserne ersetzt. F. stand telefonierend hinter einer Ecke und beobachtete mich. Ich gefährdete durch mein zu Spät kommen meinen Job hier in Istanbul und wachte pünktlich vor einem wolkigen Sonnenaufgang auf.

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Heute Abend geht es schon zurück aus unserem kurzen Urlaub, der irgendwie gar keiner war, mehr ein kurzes Wochenende in der Wochenmitte. Bis zum Flieger am späten Nachmittag haben wir noch ein paar Stunden, werden uns wohl das Musée des Arts Asiatiques anschauen und vielleicht noch kurz ins Inland nach Saint Paul de Vence.

Wünsch Euch einen tollen Tag!

Überrascht auf dem Stuhl

Nizza, 7:30, Tag 803

Heute Nacht davon geträumt mit einem Moped eine abschüssige Strasse erst runter, dann wieder hoch gefahren zu sein, zwischen Häusern, mit Treppen. Dann dort einige Szenen mit meiner Kleinen und verlorenen Schuhen und ein zeitiges, unruhiges Aufwachen.

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Sitze heute morgen für 90min auf dem Chair der Konferenz hier, der International Information Conference on Search, Data Mining and Visualization. Wie das jetzt wieder passiert ist, weiss ich nicht so ganz genau.

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Und eh es hier losgeht, noch ganz schnell abgeschickt. Euch einen tollen Dienstag!

Regeln, Vereinbarungen, Verabredungen

Nizza, 7:08, Tag 802

Heute Nacht bin ich hier in der Stadt durch eine schlammige Baustelle gefahren und hab das Cabrio eingesaut, es abgestellt und bin dann fast von einem Tennisball getroffen worden. Grosse Hunden sprangen hinterher. Dann kamen zwei komische skateboardartige Flügel geflogen, die mich ebenfalls nur knapp verfehlten. Oh! Ich war hier wohl in der Nähe von etwas, in dessen Nähe ich sein sollte. Ich erkannte ein paar Passanten, als Bewohner, die hier aufpassten. Ich sagte laut: sorry, ich verstehe, ich verstehe und gehe davon und wache auf…

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Mein Traum erinnerte mich an Regeln, an Verabredungen und Vereinbarungen, die wir an der ein oder anderen Stelle im Leben brechen.

Wohl auch weil ich beim Aufwachen über die Co-Creators 2015 gestolpert bin und mich grade fragte, wie es kommt dass Menschen, die ein anderes Leben und Arbeiten leben, mich einerseits so anziehen. Anderseits frage ich mich, wo diese manchmal fast religiöse Verehrung und die oft so aggressive Ablehnung von Regelbrechern herrührt.

Alles wie immer eine Frage der Wahrnehmung, unserer Achtsamkeit. Worauf wir reagieren, was wir durch die Filter unserer Sinne an uns ran lassen. Dazu unsere Fähigkeiten zu vergleichen, Muster zu erkennen, wieder zu erkennen.

Vor zwei Tagen hatte ich Abends eine kurze Phase, in der ich alles, was mich umgibt, alles was benutze, was ich besitze, alles aber auch alles, als Ergebnis der Verabredung, von Regeln und Vereinbarungen zwischen mindestens zwei Menschen sah.

Einmal kurz alles in Frage gestellt.

Den Geist so frei laufen gelassen, dass man Mietverträge, Firmen, Webseiten, Geld, einfach alles virtuelle als das und daraus folgend die Vergänglichkeit und Änderbarkeit auch dieser Dinge erkennt. Alles was es braucht, ist eine neue Vereinbarung, Verabredung oder Regel zwischen mindestens zwei Menschen.

Im Dialog meiner kleinen Familie, aus zwei sehr unterschiedlichen Kulturkreisen, aus zwei sehr unterschiedlichen Familien stammend und in Aleyna verschmelzend, fällt mir genau das jeden Tag auf. In der ein oder anderen Form erfinden wir unsere eigenen Regeln, einfach weil meine oder ihre nicht auf Dauer funktionieren für uns beide. In unserer Umwelt, empfinde ich mich deshalb oft als Aussenseiter. Und das zieht wiederum an oder stößt ab…

So, nun gleich auf die Konferenz hier! Dann ein wenig die Gegend erkunden. Es ist 20 Jahre her, dass ich das einzige Mal hier in Nizza war, auf einem ewig denkwürdigen Roadtrip mit einem heute immer noch sehr guten Freund übrigens.

Wünsch Euch einen tollen Start in den Montag.