Samstagsmix

Berlin, 19:21, Tag 1089

Heute Morgen ausgeschlafen, Routine geskippt, nur meditiert. Dann ein Spaziergang am und im Wald, dann Einkaufen, dann Reiten, dann einen Sonnenuntergang drohnen, dann Schnitzel zum Abendbrot. Schön wars!

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Wünsch Euch erfüllt noch einen schönen Abend.

Montagsfotos

Berlin, 8:11, Tag 1084

Heute Nacht einen sehr konkreten Traum über den Kauf und das Management eines Erholungsgebietes in der Prignitz gehabt. Tankstelle und Hotel waren zu planen, alles sah nach einem neuen Lebensprojekt aus. Spannend. Bin zeitig aufgewacht und hab meine Morgenroutine ruhig abgespult.

Vom die Kleene in die Schule bringen habe ich mal ein paar mehr Sonnenaufgang im Kiez Bilder heute als normal.

Und damit reicht es heute auch schon wieder. Wünsch Euch einen guten Start in die neue Woche.

Bilder von Strandspaziergang in türkischem Dorf…

Bizimköy, 7:54, Tag 679

Heute Nacht habe ich von für den Winter eingepackten Flugzeugen geträumt. Sie bekamen eine Art Bretterverschlag angelegt, wie die Skulpturen in Sanssouci. Ich war mit der Frau auf einer Ferieninsel, die eben nur im Sommer besucht wird. Dann fiel mein Schlüssel in ein Gulli neben dem Rollfeld. Ich konnte den Deckel anheben und fand meinen im Sand versunkenen Schlüssel wieder und wachte auf…

Ein langer Nachtmittagsspaziergang am Strand hat gestern alles rausgerissen. Nach dem Frühstück, einem Einkauf und stundenlangem Lesen und Faulenzen wurde ich gegen Fünf unzufrieden und unleidig. Wir brauchten kein Abendessen vorbereiten, da wir zu einem Kindergeburtstag eingeladen waren. Also bin ich losgelaufen.

Die erste Stunde, der Hinweg, war nichts besonderes. Ich war sehr mit mir selbst beschäftigt. Habe mich auf den Sand, die Wellen und darauf, was mein Füsse so alles machen, konzentriert.
Aber je länger ich lief, um so mehr fiel mir auf, was die anderen am Strand so machten. Dann wollte ich davon Fotos machen.

Hier das Ergebnis:

Nebenan ist Sandstrand, aber auf Beton geht, steht und sitzt es sich besser…
Muscheln mit Reis, ein beliebter Snack…
Was für ’ne Strandliege…
Der Klomann…
Was sein muss, muss sein…
So etwas tut mir irgendwie leid, es ist echt warm hier und Ihre Brüder sind nackig…
Schräge Strandarchitektur aus den 80iger und 90igern…
Ein Schmetterling: das Taubenschwänzchen, der wie ein Kolibri aussieht und fliegt…

Angelköder besorgen…
Und noch einer…
Die Fische und Matze lieben Strandwürmer…
Irgendwie versteh ich hier was nicht…
Hier auch nicht…
Na, geht doch…
Mitten drin, immer wieder verfallene Strandhäuser…
Toller Platz mit Überblick…
Und um 7 gehts nach Haus zum Abendessen…

Wünsch Euch nun nur noch einen grossartigen Sonntag…

Move First, Think Later…

Berlin, 8:19, Tag 587

Heute Nacht habe ich wohl etwas wenig geschlafen. Ich bin müde aufgewacht. Habe mich ganz kurz beim Duschen an meinen Traum erinnern wollen, es aber nicht getan.

Nach einem Tag voller schöner, intensiver Gespräche bin ich abends noch zwei Stunden durch die Stadt gelaufen. Hab nach Details und nach Berührung gesucht und immer dann Fotos gemacht, wenn ich eines entdeckt hatte oder ich berührt wurde.

Zuerst ein Versuch, die Yorkbrücken zu fotografieren, weil das eigentlich nicht geht. Ich laufe und fahre da seit Jahren, fast Jahrzehnten drunter durch und gestern habe ich zum ersten Mal das Malerschild des letzten Anstrichs vor 72 Jahren entdeckt. Der 2. Deckanstrich erfolgte mit der Farbe: 463579, der Maler war Joh. Müller aus Wittenau und es hat vom 15. September bis zum 15. November 1941 genau drei Monate gedauert.

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Dann weiter über den Kreuzberg zum alten Tempelhofer Flughafen. Ein paar Rollos fielen mir auf…

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Und ein schöner alter Berliner Hauseingang, das wohl auch seit 72 Jahren nicht mehr verputzt worden ist.

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Das nächste war ein Elektroschach Laden, der seit 31 Jahren hier existiert. Irgendwie süss, schon der Name: Elektroschach. Das erinnert mich immer an EDV. Elektronische Datenverarbeitung. Aber wenn es ein Schachfan schafft, von seiner Leidenschaft zu leben, toll! Es gibt sogar einen Webshop, und der sieht auch aus wie der Laden hier, und das passt dann doch irgendwie.

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Und die ausgestellten Bücher und Pokale und alle Versionen von Fritz in Originalverpackung, grossartig!

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Dann etwas trauriges, hier hat es ein neuer Blumenladen nicht geschafft. Die Eröffnung ein gutes halbes Jahr her. Viel Text im Schaufenster, was sie alles können. Ein Werbers Alptraum.

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Daneben der Anwalt hinter strafzettel.de, ne Spielhalle, ne Pizzeria und ne Taxischule. Klassisch Berliner Kiez vor der Gentrifizierung. Aber dann war ich auch schon am Tempelhofer Flughafen. Dort habe ich ein wenig Ingress gespielt. Die Sonne ging unter, der Himmel war toll.

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Und dann war die Sonne weg und der Pförtner vom Polizeipräsidenten rauchte eine Zigarette vorm Eingang. Ich machte trotzdem ein Foto, das ist extreme Hochstatus Kommunikation, des Werbers Sextraum. Stellt Euch mal vor: ihr klebt über der Eingangstür Eurer Wohnung in güldenen Lettern Euren Namen? Ist schon sehr herrschaftlich, erinnert an Obrigkeitsdenken, Gehorsam, Gewaltmonopol. Polizei muss wohl so sein…

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Obwohl die Nacht kurz war, zum Abschluss diesen Pausenpostes ein Bild vom Sonnenaufgang heute morgen…

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Wünsch Euch einen achtsamen Donnerstag!

 

Bilder meines 5h Spaziergangs durch Istanbul…

Istanbul, 6:10 CET, Tag 541

Heute Nacht habe ich Strati in einer Ferienwohnung wieder getroffen, Touristen auf dem Grandbazaar verfolgt, bei einem Gruppenbild ganz hinten gestanden, einer Frau geholfen zu vergessen und ausgeschlafen.

Gestern bin ich in 5:18min 27.784 Schritte und 22.2km weit durch Istanbul gelaufen, sagt Moves. Erstens wollte ich meinen Rekord bei Moves und Fitbit meinen beiden aktuellen Quantified Self Apps hochschrauben. Fitbit war, wie immer, ein klein wenig großzügiger beim Messen meiner Bewegungen.

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Und zweitens wollte ich das Spiel Ingress besser verstehen, welches ein Android Smartphone, Google Maps und tatsächliche Bewegung miteinander verbindet. Um im Spiel vorwärts zu kommen, muss man sich durch die reale Welt bewegen und sogenannte Portale finden, die man dann hacken kann, um Punkte zu sammeln. Istanbul ist fest in der Hand der anderen Fraktion, die bereits jede Menge Portale angelegt haben.

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Hier gibt es für Euch nun einen netten Nebeneffekt, dieser neuen Art Comupterspiele. Die Photos von meinem 5h Spaziergang…

…viel Spass und einen wunderbaren Ostersamstag wünsch ich Euch.

Vier Bilder meines Morgens…

Istanbul, 7:38, Tag 511

Schon wieder ein Vortrag heute Nacht, ich sollte um 9 anfangen, hatte meine Slides noch nicht fertig, arbeitete aber hektisch an einer Grafik, ich liess mich ablenken, quatschte rum, es wurde halb 11 und ich war immer noch nicht dran und wachte auf…

So, es ist schon wieder passiert. Jetzt ist es hier um 2 und ich hab immer noch nicht getagebuchmeditiert. Dafür wieder viel gedacht, gelesen, gemacht und geschrieben. Und ein paar wenige Bilder habe ich auch noch gemacht. Sitze mal wieder im TheHouseCafe hier in Ortaköy, ganz nett, heute etwas lauter. Hier wird zusätzlich auch grad umgebaut.

Heute fang ich wirklich kein neues Thema mehr an, sondern wünsch Euch einfach nur einen grandiosen Tag voller Ehrlichkeit und Mut!

Der Sonnenaufgang in Gayrettepe hinter Wolken...
Der Sonnenaufgang in Gayrettepe hinter Wolken…
Begrüßung durch den Bosphorus...
Begrüßung durch den Bosphorus…
TheHouseCafe ist einfach ein schöner Platz...
TheHouseCafe ist einfach ein schöner Platz…
...zum Kaffee trinken und arbeiten!
…zum Kaffee trinken und arbeiten!

Wo bist Du glücklich?

Istanbul, 7:27, Tag 318

Heute Nacht wieder lange, aber angenehm geträumt. Eine Polizeikontrolle ist mir noch in Erinnerung geblieben, erst ein Blitzgerät, dann noch mehr Blitzgeräte, wie in einer Galerie am Strassenrand auf beiden Seiten. Wir sehen Polizeischüler angestrengt auf die Geräte starren, wir sind 10km zu schnell, es blitzt nichts, wir landen trotzdem in einer Kontrolle. Der Polizeischüler untersucht mit einem Spiegel unser Auto an den unmöglichsten Stellen, es ist präpariert für ihn, er findet das lose Stückchen Blech, klopft vorsichtig dagegen, es löst sich. Aufgabe fast bestanden, dann verrutscht das Stück Blech auf dem Lack beim Herausholen, alle halten den Atem an. Ist er jetzt durchgefallen? Der Prüfer ist gnädig: Bestanden. Ich wache auf…

Gestern fragte mich Åsmund, der mich grade hier in Istanbul besucht, ob ich hier glücklich sei? Dem ersten Impuls folgend, sagte ich: ja, natürlich ja, ich bin hier zu Hause, meine zweite Heimat. Aber ich fühlte mich komisch bei der Antwort, etwas stimmte nicht. Denn natürlich bin ich hier nicht immer glücklich, es gibt solche und solche Momente.

Dann merkte ich 10min später, dass mein Glücksempfinden nicht von dem Ort an dem ich mich befinde abhängig ist. Ich war an den schönsten, exotischsten, luxeriösesten Orten, und unglücklich. Ich war an den einfachsten, dreckigsten, lautesten Orten, und glücklich. Und natürlich umgekehrt. Mein Glücksempfinden hängt sehr viel mehr von anderen Umständen ab. Am meisten noch von den Menschen, die mich umgeben, von der Aufgabe, an der ich grade sitze, von der Qualität der Interaktion, der Verbindung mit meiner Umgebung.

Instagram hilft mir ja seit knapp zwei Jahren dabei, mich mit den Orten zu verbinden, an denen ich mich gerade befinde. Ich versuche, täglich ein Foto nach dem Aufstehen zu machen. Zur Erinnerung und auch, um mich von der Schönheit des jeweiligen Orten zum glücklich sein inspirieren zu lassen.

Gestern Nacht nun, passend zu meiner Unterhaltung hat Instagram die Version 3.0.0 weltweit gelauncht.

Das Hauptfeature der neuen Vesion, neben vielen Detailverbesserungen, ist eine sehr schöne Kartenansicht aller Fotos, die man mit Instagram geschossen oder hochgeladen hat. Das funktioniert natürlich nur, wenn man dem Telefon erlaubt hat, die Positionsdaten der Fotos mit ab zu speichern.

Hier ein paar Screenshoots, der zweite mit der Warnung vorm Anschalten der Kartenfunktion, damit sich auch jeder hoffentlich wirklich bewusst wird, was er dort tut, wenn er die Positionsdaten seiner Fotos auch auf einer Karte anzeigen lassen möchte.

 

Viele kümmern sich ja gar nicht darum, welche Daten mit den einzelnen Fotos ins Netz hochgeladen werden. Ich bekomme zum Beispiel sehr häufig in den Kommentaren Fragen  nach dem Ort des aufgenommenen Fotos. Dabei sind fast alle meiner öffentlichen Fotos auch mit Positionsdaten versehen und mit ein, zwei extra Klicks kann man sehen, wo es aufgenommen worden ist.

Dies wird nun mit der Version 3 extrem vereinfacht, denn neben einer Mosaik und Normalansicht, ist nun noch die dritte Kartenansicht auf den Profilen der Instagram Nutzer dazu gekommen.

 

Und nachdem ich mich gestern hier  ja eher der dunklen Seite gewidmet hatte, ist es doch schön zu sehen, wo ich in den letzten beiden Jahren alles glücklich war!

An jedem dieser Ort, an denen ich in den letzten beiden Jahren meine 975 Instagram Fotos gemacht habe, gab es glückliche Momente. Aber natürlich auch die anderen, die nicht so glücklichen, die unglücklichen und verzweifelten!

Denn immer mehr versuche ich, Glück in mir selbst zu finden, unabhängig vom Verhalten oder der Beschaffenheit meines Umfeldes. Der ganz grosse Trick dabei ist aber, dass man nicht versucht, glücklich zu sein. Dass man einfach nicht nach Glück sucht. Denn wenn man absolut, brutal ehrlich zu sich ist, und genau hinschaut, dann merkt man, dass immer alle Bedingungen fürs glücklich sein schon vorhanden sind…